FINTHEN – Manfred Mahle (SPD) bleibt Finther Ortsvorsteher. Der Sozialdemokrat erzielte in der Stichwahl 57,1 Prozent der Wählerstimmen und damit rund 600 Stimmen mehr als sein Mitbewerber Semih Cavlak (CDU), der 42,9 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung in Finthen lag bei der Stichwahl bei nur 39,4 Prozent, im ersten Wahlgang waren noch 63,9 Prozent der wahlberechtigten Fintherinnen und Finther zur Wahl gegangen.
„Ich habe mich sehr gefreut, es fällt eine Last von mir ab“, sagte der alte und neue Ortsvorsteher in einer ersten Stellungnahme. „Ich bedanke mich bei meinem Team sowie bei den Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen.“ Den Wahlabend verbrachte er im Finther Weingut Frenz mit rund 50 Unterstützern und Freunden. Auch die beiden Mainzer SPD-Vorsitzenden Jana Schmöller und Ata Delbasteh schauten vorbei und gratulierten Manfred Mahle zu seinem Erfolg. Später am Abend gratulierten auch die Konkurrenten der CDU und der Grünen.
Der Wahlkampf sei überwiegend fair gelaufen bis auf kleine Störungen, bilanzierte Mahle. Ab April gab es Hausbesuche und Infostände. „Am Samstag vor der Wahl haben wir noch mal die Werbetrommel gerührt und Nelken verteilt“, teilte der Sozialdemokrat mit. Nun gelte es, in Ruhe Sondierungsgespräche mit den anderen Fraktionen im Ortsbeirat zu führen. Die konstituierende Sitzung des neuen Ortsbeirates ist am 29. August. Dabei setzt Mahle auf ein konstruktives Miteinander der Fraktionen. „Wir müssen im Ortsbeirat alle an einem Strang ziehen“, fordert er. Auf der Agenda in Finthen stehen die Themen Umgestaltung der Ortsmitte, Verkehr und Wohnen inklusive Ortsgestaltung und Erhöhung der Aufenthaltsqualität.
Semih Cavlak (23) zog als jüngster Ortsvorsteherkandidat aller Stadtteile für die CDU in den Wahlkampf und erzielte mit 42,9 Prozent in der Stichwahl und 24 Prozent im ersten Wahlgang ein respektables Ergebnis. Der Student der Politikwissenschaft arbeitet zudem als Angestellter im Landtag. Er möchte sich für ein moderneres, mobileres und bürgerfreundlicheres Finthen einsetzen. Er ist künftig für die CDU nicht nur im Finther Ortsbeirat, sondern auch im Mainzer Stadtrat vertreten, wo er sich in der Stadtpolitik für die Finther Interessen einsetzt.
Oliver Gehrig