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Trauer um Heinz Schier

MOMBACH–Ein Leben lang prägte Heinz Schier den Stadtteil seiner Heimat mit viel Engagement, nicht nur in der fünften Jahreszeit. In der Nacht zum 7. September 2018verstarb der Mombacher im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit. Nicht nur für dieFastnacht und „seine“ Bohnebeitel bedeutet das Ableben des Allroundgenies einen großen Verlust. Bereits 2008 wurde Schier mit der Mombacher Ehrennadel ausgezeichnet. Der Ur-Mombacher, dessen Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurück in seinem Stadtteil zu finden sind, hatte viel zur Dokumentation der Ortsgeschichte beigetragen und verfasste 2006 zur 750-Jahrfeier die Chronik des nördlichsten Mainzer Stadtteils. Zahlreiche weitere Bücher aus Schiers Feder erschienen über Jahre. Literatur über die Mombacher Fastnacht schrieb er zum Teil gemeinsam mit Heinz Koch und Günter Rüttiger. Die Fastnacht hat den Zahnarzt, der über 42 Jahre den Mombachern „auf den Zahn fühlte“ 70 Jahre lang geprägt. Lange Zeit stand er bei „Mainz bleibt Mainz“ für den MCC in der Bütt. Die Bohnebeitel waren für ihn fast wie eine zweite Familie. Ob in Zwiegesprächen mit seinem Freund Heinz Koch oder später in seinen sprachakrobatischen Einzelvorträgen, der Ehrenpräsident der Bohnebeitel konzipierte bis ins hohe Alter seine Büttenreden mit viel Witz und Geist. Die Liedtexte für Größen der Mombacher Fastnacht, wie zum Beispiel die „Maledos“, stammen im wesentlichen Teil aus seiner Feder. Nicht nur seine Bohnebeitelfamilie, sondern auch seine eigene Familie war ihm immer wichtig. Er hinterlässt drei Kinder, zahlreiche Enkel und 15 Urenkel.