
MAINZ – Rund um Mainz zeigt ein Artenschutzprojekt für den Feldhamster messbare Effekte. Nach Angaben des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz nahm die Zahl der nachgewiesenen Feldhamsterbaue auf den Maßnahmenflächen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu. Im Gebiet nördlich von Mainz-Ebersheim, das als letztes nennenswertes Vorkommen der Art in Rheinland-Pfalz gilt, wurden 2025 im Mittel zehn Baue pro Hektar erfasst. In der Kartierung im Herbst ließen sich erstmals mehr als 500 Baue nachweisen.

Quelle: SNU RLP
Die Landesstiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz setzt das Vorhaben gemeinsam mit dem Ministerium fort. Angekündigt ist eine Verlängerung des Aktion-Grün-Projekts „Rettungspaket Feldhamster“ bis Ende 2029. Für die Jahre 2026 bis 2029 sind dafür rund 2,4 Millionen Euro eingeplant; seit 2023 beläuft sich die Gesamtförderung auf rund 3,3 Millionen Euro.
Das Projekt stützt sich auf Kooperationen mit landwirtschaftlichen Betrieben. Rund 20 Landwirtinnen und Landwirte beteiligen sich laut Ministerium an Maßnahmen, die auf bewirtschafteten Ackerflächen umgesetzt werden. Genannt werden unter anderem Luzerne- und Blühstreifen, Ernteverzichtsstreifen, Flächen mit hohen Stoppeln sowie Klee-Untersaat in Getreide. Diese Strukturen sollen Nahrung und Deckung bieten und zugleich die Agrarlandschaft kleinteiliger machen.
Mit Blick auf den internationalen Tag des Artenschutzes am dritten März verweist das Ministerium auf den Feldhamster als Beispiel für den Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft. Die Fortführung der Förderung soll Zeit schaffen, um die Schutzmaßnahmen weiterzuführen und den Lebensraum zu stabilisieren.
























