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Viele heitere Erinnerungen

MOMBACH – Die Kita der evangelischen Friedenskirche feiert in diesem Jahr 60 Jahre ihres Bestehens. Und so hat die Kirchengemeinde das Gemeindefest dem runden Geburtstag gewidmet. Dabei reichen die Anfänge der Kinderbetreuung in der Gemeinde in die 1940-er Jahre, sagt die evangelische Pfarrerin der Friedenskirche, Dagmar Sydow. „Die Diakonissen betrieben zunächst nur eine Art Kindergarten. Ich nenne das die Schwangerschaft unseres Kindergartens.“ Der Käthchen-Frödert-Weg in Mombach erinnert heute an eine Gemeindeschwester. „Bei Schwester Käthchen konnten die Frauen, die arbeiten mussten, da die Männer im Krieg waren, ihre Kinder in guten Händen lassen.“1959 erst baute die Kirchengemeinde den richtigen Kindergarten, von dem heute nichts mehr da ist. Das Haus musste wegen irreparabler Schäden abgerissen werden. Die Erinnerung an die ersten Jahre bewahrt Hannelore Straßner. In den Anfängen betreuten drei Erzieherinnen drei Gruppe mit 75 Kinder. Zeitweise, Mitte der 1970-er Jahre, als der Westring gebaut worden sei und später als der städtische Kindergarten im Westring abgebrannt war, habe es nur Ü-5 Kinder gegeben. Was war früher anders? „Es war etwas disziplinierter, würde ich sagen“, schmunzelt Straßner.

Die Erzieherin bereiteten alles in ihrer Freizeit vor: die Elternabende oder die Bastelstunden. „Ohne Überstunden.“ Dafür mit echter Freude und mit großem Herzen. Viele heitere Erinnerungen, die die ehemaligen Kinder haben, verdanken sich dem Engagement, das ohne Vergütung auskommen musste. Vielleicht gerade deshalb war der Kindergarten in Mombach sehr beliebt. Eine wunderbare Zeit, so Straßner, erlebte das Personal mit Pfarrerin Renate Voswinkel. Im März 2003 zogen die Kita-Kinder in einen modernen Flachbau mit viel Holz zu Hause: unter ein begrüntes Dach und mit einem tollen Außengelände vor der Haustür ausgestattet. „Das ganze Kita-Team hat für den Neubau gekämpft“, erinnert sich Straßner. „Die Kita ist heute ein wichtiger Teil der Gemeinde“, sagt Sydow. Wer nach einem Beweis für das Statement suchte, fand beim Gemeindefest genügend Spuren. Bei Sonntagsgottesdienst ehrte die Kirchengemeinde drei langjährige Kita-Mitarbeiterinnen. Doch was wünscht sich die Einrichtung? „Wir bräuchten mehr Zeit für die Kinder außerdem kleinere Gruppen“, sagt die kommissarische Leiterin, Maike Meyer. Die weit jüngeren Kinder – seit zwei Jahren besuchen auch Zweijährige die Kita – haben einen wachsenden Förderbedarf.