
MAINZ – Bruno Cassirer zählt zu den prägenden Gestalten der europäischen Kunst- und Verlagslandschaft der frühen Moderne. Als Verleger von Max Slevogt beeinflusste er die Kunstwahrnehmung der Anfangsjahrzehnte des 20. Jahrhunderts maßgeblich. Persönlich blieb Cassirer meist im Hintergrund.
Der Journalist und Autor Robert von Lucius widmet sich dieser Persönlichkeit demnächst in einem Vortrag im Landesmuseum Mainz. Im Mittelpunkt steht Cassirers verlegerisches Wirken. Seine kunst- und kunstgewerblichen Publikationen, Märchenbücher und Mappenwerke setzten Maßstäbe. Mehr als 50 Bücher und Mappen entstanden gemeinsam mit Max Slevogt.
Bis zum Jahr 1933 gab Cassirer die Zeitschrift „Kunst und Künstler“ heraus. Sie galt als eine der einflussreichsten Publikationen für moderne Kunst in Europa. Von Lucius beschreibt Cassirer als zurückhaltenden Förderer, der kreative Leistungen lenkte und ermöglichte.
Der Vortrag findet im Rahmen der Sonderausstellung „Auf zu neuen Werken! Max Slevogt und sein Verleger Bruno Cassirer“ statt. Die Ausstellung ist bis zum 8. März im Landesmuseum Mainz zu sehen.
Der Referent, langjähriger Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ausgewiesener Kenner der Materie, veröffentlichte zahlreiche Bücher – unter anderem über Max Tau, dem ersten Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels und Cheflektor bei Cassirer – sowie 2025 eine umfassende Biographie zu Bruno Cassirer, erschienen im Verlag Hentrich & Hentrich in der Reihe „Jüdische Miniaturen“.
Die Hybrid-Veranstaltung beginnt am Dienstag, 20. Januar, um 18 Uhr. Eine Teilnahme ist vor Ort oder digital möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch bis 19. Januar, 12 Uhr, per E-Mail an: anmeldung@gdke.rlp.de erforderlich. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben, der Zugangslink für die Online-Teilnahme wird anschließend zugesandt.





















