
MOMBACH – Der Einstieg ist neu, das Viertel bestens bekannt: Toyah Hosni ist seit Anfang Oktober als Quartiermanagerin für Mombach zuständig. „Ich kenne Mombach ja schon ein bisschen aus meiner früheren Zeit in Quartiermanagement“, sagt sie und verweist auf frühere Vertretungen und die enge Zusammenarbeit im Team. Nun geht es um den Neustart in eigener Verantwortung: Mitten in einem Stadtteil, den sie als lebendig und engagiert beschreibt: „Das Miteinander funktioniert hier gut. Viele Vereine, Einzelpersonen, Gruppen interessieren sich für ihren Stadtteil und engagieren sich wirklich stark.“
Hosni bringt einen pädagogischen Hintergrund mit. Sie hat Erziehungswissenschaft an der Universität Mainz studiert, arbeitete in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und in einem Schulprojekt für zugewanderte und geflüchtete Jugendliche in Wiesbaden. Danach führte der Weg über den Rhein zurück in das städtische Quartiermanagement. Zunächst war sie in der Neustadt tätig, um nach der Elternzeit in den Job zurückzukehren. Eben nach Mombach.
In der täglichen Arbeit versteht Hosni die Rolle des Quartiermanagements als Ermöglicher: „Wir machen keine direkten Angebote im Stadtteil, wir sind eher organisatorisch eingebunden.“ Es gehe um Unterstützung bei Organisation, Räumen und Vernetzung: „Wir sehen Bedarfe und schauen, was gibt es für Ressourcen im Stadtteil, wie kann man zielorientiert zusammenarbeiten.“
Für Mombach nimmt Hosni früh zwei Punkte wahr: Zum einen die Weiterentwicklung der Seniorenarbeit. „Da passiert schon sehr, sehr viel“, sagt sie, zugleich gebe es „Ideen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten“. Zum anderen sei immer wieder der Wunsch geäußert worden, Angebote und Anlaufstellen sichtbarer zu machen. Dies sei gerade für Menschen wichtig, die neu nach Mombach ziehen.
Ein konkretes Ergebnis ist inzwischen online. Im Dezember startete unter der Adresse: www.mombach.info eine Homepage (Journal LOKAL berichtete). Ein großer Teil der Finanzierung lief laut Hosni über den Verfügungsfonds 2025 der Sozialen Stadt. Als solches dient es der Realisierung schnell sichtbarer Aktionen im Quartier. Die Organisation und künftige Betreuung sowie die Pflege des Auftritts hat der örtliche Gewerbering (Mogri) übernommen, der auch restlichen Kosten für die Entwicklung übernommen hatte.
So wie in Mombach agiert das Quartiermanagement in Lerchenberg und Neustadt. Alle drei Stadtteile profitieren als Quartiere vom Städtebauförderprogramm, das unter dem Begriff „Soziale Stadt“ bekannt ist. Gemeinsam werden Themen wie Bürgerbeteiligung, die Ausschreibung des Verfügungsfonds und Informationsformate vorangetrieben. Beispielsweise können unterschiedliche Utensilien, die bisher über den Verfügungsfonds angeschafft wurden, über das Quartiersmanagement angefragt werden.
„Es ist ein Geben und ein Nehmen“, sagt Hosni über die Motivation: Die Arbeit gebe viel zurück, nicht zuletzt durch die vielen Ehrenamtlichen und das aktive Netzwerk, welche Ideen einbringen, und Projekte mittragen.
Infos zur Sozialen Stadt im Internet: www.soziale-stadt-mainz.de
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