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Die Laubenheimer Seenplatte muss endlich weg Wilhelm-Spies-Haus >>>Erneuter Antrag des Ortsbeirates an die Verwaltung

Die Seenlandschaft hinter dem Wilhelm-Spies-Haus wird immer größer. Foto: Oliver Gehrig

LAUBENHEIM – Pfützen und Matsch, soweit das Auge reicht. Die Situation auf den Parkplätzen hinter dem Wilhelm-Spies-Haus im Laubenheimer Ortskern spottet weiter jeder Beschreibung. Der Ortsbeirat hat bereits mehrfach Anträge zur Sanierung an die Verwaltung geschickt, aber diese bleibt untätig. Die Begründung: Der Platz soll im Zuge der „Neuen Mitte“ komplett überplant werden, was gegen eine kurzfristige Sanierung spreche. Das Problem: Seit mehr als zehn Jahren tut sich nichts und die Seenplatte wird immer größer.

Nun gab es einen erneuten gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, Grünen, ÖDP und FDP an die Verwaltung, unverzüglich tätig zu werden. „Die Laubenheimer Seenplatte besteht inzwischen nicht mehr aus Spurrillen, sondern aus regelrechten Kratern“, verdeutlichte Sabrina Grimm (CDU) die Situation. „Es ist eine Zumutung und es ist eine Gefahrenquelle. Wir müssen eine Übergangslösung finden.“

„Es ist eine Never Ending Story“, bekräftigte Dr. Christian Hecht (FDP). „Es ist immer wieder ignoriert worden. Eine vernünftige Verkehrsdezernentin hätte schon längst Abhilfe schaffen können.“ Gabriele Müller (Grüne) ergänzte: „Wir haben dort Vereine, die dort tagen, und wir haben dort auch Elternabende. Es können Unfälle passieren.“ Es sei unverständlich, dass nicht gehandelt werde. Ulrich Frings (ÖDP) betonte: „Wenn es dann gemacht wird, sollte es zügig umgesetzt werden. Sonst haben wir Zustände wie an der Grundschule.“

Sabrina Grimm (CDU) meldete sich erneut zu Wort: „Wir stellen den Antrag zum dritten Mal. Wir wollen endlich Verkehrssicherheit haben.“ Es bestehe „Gefahr im Verzug“. Ralf Geißner (SPD) ergänzte: „Es sind akute Gefahrenstellen. Ich habe Angst um mein Auto. Es muss sofort gemacht werden.“

Ortsvorsteher Norbert Riffel (CDU) fasste zusammen: „Wichtig ist, dass endlich was gemacht wird. Ein Amt schiebt die Verantwortung zum anderen. Es ist seit 20 Jahren eine Zumutung für die Bevölkerung.“ Laut Stadtverwaltung soll ein Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes ausgeschrieben werden, so Riffel. „Aber das ist Schnee von übermorgen. Es muss sofort gehandelt werden.“ Der Antrag des Ortsbeirates an die Verwaltung auf „sofortige Gefahrenstellenbeseitigung auf dem Areal hinter dem Wilhelm-Spies-Haus“ wurde von den Fraktionen des Ortsbeirates einstimmig auf den Weg gebracht.

Die SPD stellte eine Anfrage an die Verwaltung, inwieweit die Parkscheibenregelung am Wilhelm-Spies-Haus auf drei Stunden erweitert werden kann. Eine Antwort lag noch nicht vor. Bei einer AWO-Feier habe das Ordnungsamt an Falschparker Strafen von 40 Euro vergeben, erläuterte Ralf Geißner (SPD) den Hintergrund. „Das hat viel Ärger gegeben. Unter Bürgernähe verstehe ich ganz was anderes. Die Stadt Mainz hat mich enttäuscht.“

 

Oliver Gehrig