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Einkaufen in Oppenheim mit Blick in vergangene Zeiten Vortrag erinnert an Läden, Menschen und Alltagsleben

Blick in die Mainzer Straße zu einer Zeit, als zahlreiche Geschäfte das Stadtbild prägten. Quelle: Thomas Ehlke

OPPENHEIM – „Was darf es denn sein?“ – diese Frage erklang früher regelmäßig beim Einkauf in den Oppenheimer Geschäften. Bis in die achtziger Jahre prägten zahlreiche Läden die Altstadt sowie die Siedlung und Vorstadt. Unter dem Titel „Was darf es denn sein? – Wo man früher in Oppenheim einkaufen konnte“ lädt der Oppenheimer Geschichtsverein zu einem Vortrag mit allerlei Geschichten und Anekdoten um das Shoppen in Oppenheim ein.

Innenansicht eines Oppenheimer Geschäfts mit Spielwaren aus einer Zeit vor der Verbreitung großer Einzelhandelsketten. Quelle: Thomas Ehlke

Warum zog der kleine Laden von Klaus Meurer in der Krämerstraße besonders Grundschüler an? In welchem Lokal trafen sich städtische Honoratioren in den sechziger Jahren zum Kartenspiel? Und welcher Tante-Emma-Laden lagerte Butter in einer mit Wasser gefüllten Zinkwanne? Antworten auf die Fragen liefern Ulla Eisenhardt und Thomas Ehlke anhand zahlreicher Beispiele. Sie führen das Publikum durch die Geschäftswelt vergangener Jahrzehnte. Der Rundgang reicht von der Vorstadt bis zum Gautor.

Historische Fotografien veranschaulichen bei dem Vortrag eine Zeit, in der sich in der Mainzer Straße, der Wormser Straße und der Krämerstraße in fast jedem Haus ein Geschäft, eine Gaststätte oder eine Werkstatt befand.

Heute wirkt diese Dichte kaum vorstellbar. Gemeinsam mit Franz Kram haben Eisenhardt und Ehlke mehr als 220 Geschäfte, Handwerksbetriebe, Gaststätten, Hotels und Manufakturen zwischen Strandbad und Gautor dokumentiert. Auch Erinnerungen an die Bahnhofstraße werden wach: Dort existierten einst zwei Kinos. In einem traten in den fünfziger Jahren bekannte Künstler wie Vico Torriani, Caterina Valente und Cornelia Froboess auf, bevor in den siebziger Jahren Filmklassiker wie „Saturday Night Fever“ das Programm bestimmten.

Der historisch wertwolle Rückblick auf eine überaus interessante Lokalgeschichte ist am Mittwoch, 15 April, um 19.30 Uhr im Feierraum des Altenzentrums am Paul-Wallot-Platz.

red