Start Kultur 170 Jahre Sängervereinigung Mainz-Finthen Chormusik >>>Gelungenes Jubiläumskonzert im Bürgerhaus

170 Jahre Sängervereinigung Mainz-Finthen Chormusik >>>Gelungenes Jubiläumskonzert im Bürgerhaus

Der gemischte Chor sang beim Jubiläumskonzert im Bürgerhaus. Foto: Oliver Gehrig

FINTHEN – Der MGV 1856, der Gesangverein Cäcilia 1862 und der Liederkranz 1876 fusionierten 1947 zur Sängervereinigung Finthen. „170 Jahre Sängervereinigung 1856 Mainz-Finthen“ feierte der Verein nun mit einem gelungenen Jubiläumskonzert vor rund 200 Zuschauern in dem mit vielen bunten Luftballons dekorierten Finther Bürgerhaus.

Vorsitzende Monika Schnell begrüßte die Gäste. Foto: Oliver Gehrig

„170 Jahre sind ein Jubiläum, das beachtet werden sollte“, sagte die Vorsitzende Monika Schnell zur Begrüßung der Gäste im gut gefüllten Saal. „Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Abend mit guter Musik.“ Dirigentin Tanja Schulz-Walther erläuterte die Herangehensweise zum Konzertmotto „Jukebox – das Beste aus 170 Jahren“: „Wir haben uns überlegt: Was sind unsere Lieblingslieder?“ Dazu gehört „ Ein ehrenwerte Haus“ von Udo Jürgens, das die 23 Sängerinnen und sieben Sänger des gemischten Chores – ganz in Schwarz mit roten Schals gekleidet – unter Klavierbegleitung von Schulz-Walther mit Hingabe schmetterten. Zum abwechslungsreichen Programm gehörte auch „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen und eine sehr feierliche, eigene Version von „The Rose“ von Bette Midler, „Liebe ist“. Beim schwungvollen „Barbara Ann“ von den Beach Boys bestand für das Publikum die Möglichkeit, mitzuklatschen. Auffallend war, wie gut die Sängerinnen und Sänger aufeinander abgestimmt sind und wie viel Spaß sie am gemeinsamen Singen haben. Dafür gab es viel Beifall.

Die Rock Singers schmetterten „Don’t stop believin“. Foto: Oliver Gehrig

Es folgte der Auftritt des noch jungen Chores „Rock Singers“. Die 19 Sängerinnen und sechs Sänger schmetterten rockige US-Hymnen wie „Don’t stop believin’“ von Journey und „Nothing else matters“ von Metallica. Auch dafür gab es viel Applaus.

Schriftführerin Claudia Petersen ging auf die Vereinshistorie ein. Seit 1974 singen auch Frauen mit. Sie betonte: „Gemeinsames Singen hält jung und es werden Glückshormone ausgeschüttet.“

Chorleiterin Tanja Schulz-Walther führte durch den Abend. Foto: Oliver Gehrig

Es folgte der Gastauftritt des befreundeten Akkordeon Orchesters Mainz unter Leitung von Fritz Brändle, der früher den gemischten Chor geleitet hatte. Die 17 Akkordeonisten und Musiker plus Schlagzeug musizierten rockige Hits wie „Cold as Ice“ von Foreigner und Klassisches wie „Misterioso Venezia“ von Rondo Veneziano. Für diese mit viel Harmonie und viel Spielfreude vorgetragenen Lieder gab es ebenfalls viel Applaus.

Im zweiten Teil ging es mit dem gemischten Chor und weiteren Hits wie „California Dreamin’“ von The Mamas and the Papas und „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens weiter, bevor die gemeinsam vorgetragene Ballade „Bridge over troubled Water“ von Simon & Garfunkel das gelungene Jubiläumskonzert beendete.

Einen Gastauftritt hatte das Akkordeon Orchester Mainz. Foto: Oliver

Beide Chöre würden sich über weitere Sängerinnen und Sänger freuen. Reinschnuppern ist ausdrücklich erwünscht. Der gemischte Chor probt montags von 18.45 bis 20 Uhr in der alten Lambertschule, die Rock Singers anschließend an gleicher Stelle von 20.15 bis 21.30 Uhr.

Oliver Gehrig