Start Verkehr Gelbe Fußabdrücke weisen den Weg zur Schule Markierungen vor der Grundschule in...

Gelbe Fußabdrücke weisen den Weg zur Schule Markierungen vor der Grundschule in Bodenheim

Die Drittklässler erhalten Anweisungen zum Bemalen der Gehwege von Bauhofmitarbeiter Kevin Thielke, Grünenmitglied Michael Jo und Ordnungsamtsleiter Bernward Bertram (von links). Foto: Andreas Frings

BODENHEIM – Vor der Grundschule in Bodenheim sind die ersten gelben Fußabdrücke auf den Gehwegen zu sehen. Sie sollen Kindern künftig zeigen, welche Wege zur Schule empfohlen werden. Mit der Markierungsaktion hat die Umsetzung einer überarbeiteten Schulwegeplanung begonnen, die nach Angaben der Beteiligten seit mehr als einem Jahr vorbereitet wurde.

Sichere und gut erkennbare Schulwege keine Nebensache

Mit dabei waren Kinder der dritten Klasse, ihre Lehrkräfte, Ordnungsamtsleiter der Verbandsgemeinde (VG) Bodenheim Bernward Bertram, Mitarbeiter des Bauhofs und Michael Jo, Fraktionsmitglied der Grünen, der das Projekt angestoßen hatte.

Den Anlass für die Überarbeitung gaben mehrere Veränderungen, so Initiator Jo. Die alten Zeichen waren verblasst oder durch Baumaßnahmen aus dem Boden verschwunden. Zugleich habe sich die Wohnsituation in Bodenheim verändert, sodass die Wege vieler Familien neu betrachtet werden mussten. In das Konzept flossen nach Angaben der Beteiligten die Gespräche mit der Verwaltung und der Grundschule, sowie eine Elternbefragung und Verkehrsbeobachtungen im Ort ein.

„Sichere und gut erkennbare Schulwege sind keine Nebensache, sondern eine Investition in die Selbstständigkeit unserer Kinder“, erläuterte Jo. Ziel sei, dass Kinder morgens sicher in der Schule ankommen und die Eltern sie mit einem guten Gefühl losgehen lassen können.

Michael Jo von den Grünen erklärt den Kindern, worauf es beim Markieren ankommt. Foto: Andreas Frings

Gelbe Fußabdrücke bereits in Lörzweiler genutzt

Das Modell der gelben Fußabdrücke wird bereits in Lörzweiler genutzt und soll nach und nach in der VG eingeführt werden. In Bodenheim werden weitere Markierungen mit der Unterstützung von Freiwilligen auf den Boden gezeichnet. Mit Blick auf die neuen Erstklässler sollten die Arbeiten bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein, damit sie im zu Schulstart davon profitieren können.

Die Markierungen sind gleichwohl nur ein Teil des Konzepts. Jo appelliert zugleich an alle Eltern, die neuen Schulwege gemeinsam mit ihren Kindern einzuüben. Regelmäßiges Üben stärke die Sicherheit und das Selbstvertrauen der Kinder im Straßenverkehr. Eltern sollten dabei auch ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und die empfohlenen Wege konsequent nutzen. „Sichere Schulwege entstehen nicht allein durch Markierungen, sondern vor allem durch Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und gelebte Verkehrserziehung.“

red

Vorheriger ArtikelGroße Bedenken gegen die Straßenbahn zur Frankenhöhe
Avatar-Foto
Diese Beiträge sind in unseren Redaktionen entstanden. Dazu sichten wir Pressemeldungen, eingesandtes Material und Beiträge von Vereinen, Organisationen und Verwaltung. Dies alles wird dann von unseren Redaktionsleitern verifiziert, bearbeitet und ansprechend aufbereitet. Oftmals ergeben sich daraus Themen, die wir dann später aufgreifen.