
RHEINHESSEN – Das evangelische Dekanat Ingelheim-Oppenheim reformiert die Kirchenstrukturen und konzipiert ihre Arbeit neu. Künftig werden die kirchlichen Aufgaben in der Region gebündelt. Die Reform führt die 42 eigenständigen Ortskirchengemeinden in fünf größere Einheiten zusammen. Im Erscheinungsgebiet von Journal LOKAL haben sich zum 1. Januar drei Nachbarschaftsräume als eigenständige Körperschaft neu gegründet.
Die Gesamtkirchengemeinde Ingelheim umfasst die evangelischen Gemeinden Groß-Winternheim–Schwabenheim, Heidesheim, Burgkirchengemeinde (Ingelheim), Gustav-Adolf-Kirchengemeinde (Ingelheim), Saalkirchengemeinde (Ingelheim), Versöhnungskirchengemeinde (Ingelheim) und Wackernheim.
Südlich der Mainzer Peripherie bis in den Kern der Verbandsgemeinde Rhein-Selz bildet sich die Gesamtkirchengemeinde „Rheintalhöhen“.
Sie vereint die evangelischen Gemeinden entlang der Rheinterrasse und der angrenzenden Höhenlagen in Bodenheim-Nackenheim, Harxheim-Gau-Bischofsheim, Mommenheim-Lörzweiler, Nierstein, Schwabsburg, Dexheim und Dalheim. Die Zusammenschlüsse wurden Mitte Januar bei Gottesdiensten in Ingelheim und Schwabsburg gefeiert.
Die Gesamtkirchengemeinde „Nahe an Rhein und Wißberg“ wird ihren gemeinsamen Weg auch im Frühjahr mit einem Festgottesdienst feiern. Weitere Gemeinden aus den Verbandsgemeinden Nieder-Olm, Gau-Algesheim und Rhein-Selz folgen 2027.
Rechtlich bleiben die in den Gesamtkirchengemeinden zusammengefassten Kirchengemeinden weiterhin Körperschaften des öffentlichen Rechtes mit eigenen Ortsausschüssen. Mit der Neustrukturierung reagiert das Dekanat auf veränderte gesellschaftliche und kirchliche Rahmenbedingungen. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, Doppelstrukturen abzubauen und vorhandene Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Nach Angaben von Dekan Oliver Zobel eröffnen die größeren Einheiten Spielräume für Kooperation und gemeinsame Planung. Die lokale Verankerung der Gemeinden bleibt erhalten.
Gregor Starosczyk-Gerlach
























