
OPPENHEIM – Der Oppenheimer Geschichtsverein lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Vortrag über die nationalsozialistische Weinpropaganda und deren Auswirkungen auf den jüdischen Weinhandel ein. Unter dem Titel „Rassenwahn und nationalsozialistische Weinpropaganda – Die Ausschaltung des jüdischen Weinhandels im ‚Dritten Reich‘“ spricht Dr. Christof Krieger, Leiter des Mittel-Mosel-Museums in Traben-Trarbach. Seit mehr als zwanzig Jahren beschäftigt er sich wissenschaftlich mit der Rolle des Weinbaus im Nationalsozialismus. Bereits lange vor den sogenannten Arisierungsmaßnahmen gerieten jüdische Gewerbetreibende ins Visier der nationalsozialistischen Politik. Davon betroffen waren insbesondere zahlreiche jüdische Familien in Rheinhessen, die seit Generationen im Weinhandel tätig waren.
Das heute noch selten thematisierte Schicksal der jüdischen Weinhändler und der systematische Ausschluss vom Absatzmarkt ist der Gegenstand des Vortrags.
In den letzten Friedensjahren des Nationalsozialismus entwickelte das Regime unter der Parole „Wein ist Volksgetränk“ nämlich eine umfangreiche Absatzkampagne.
Der Referent erläutert in seinem Vortrag die Ursachen und Folgen der so klar forcierten Ausschaltung des jüdischen Weinhandels und beleuchtet dabei die rassenideologischen und ökonomischen Motive gleichermaßen.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. Februar, um 19 Uhr im Nebengebäude des Deutschen Weinbaumuseums in der Wormser Straße in Oppenheim statt. Der Eintritt beträgt sieben Euro und schließt ein Glas Wein, eine Schorle oder Wasser ein.
red

























