Start Gesellschaft Eiskaltes Vergnügen Kaltwasserschwimmen gewinnt an Beliebtheit in Rheinhessen

Eiskaltes Vergnügen Kaltwasserschwimmen gewinnt an Beliebtheit in Rheinhessen

Die begeisterten Kaltwasserschwimmer von Oppenheim. Foto: Dirk Balzer

OPPENHEIM – Schwimmen im Winter in offenem, eiskaltem Gewässer? Der Trend des Kaltwasser- und Eisschwimmens boomt in Deutschland. Rheinhessen bleibt davon nicht unberührt. Ein Beispiel sind beispielsweise das Neujahrstauchen in Frei-Weinheim, das sich auf niederländische Vorbilder beruft und Spenden für einen guten Zweck akquiriert, oder das winterliche Abschwimmen der Mainzer Feuerwehr.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Rheinhessen hat sich nach eigenem Bericht den Trend ebenfalls zu eigen gemacht: im Februar 2023 führten die DLRG-Ortsgruppen Oppenheim und Osthofen federführend einen ersten Pilotlehrgang zum Kaltwasserschwimmen durch. Die Lebensretter stellten die Referenten, die über die Wirkung der Kälte auf den Körper oder über Sicherheitsaspekte referierten. „Der erste Lehrgang stieß auf durchweg positive Reaktionen bei den Teilnehmern“, erzählt Andreas Lerg von der Oppenheimer DLRG. „Daraus entstand die Idee, ab Herbst 2023 bis ins Frühjahr 2024 eine Terminserie für das Kaltwasserschwimmen am Gimbsheimer Pfarrwiesensee direkt hinter dem Freibad anzubieten.“ „Seit Oktober trafen sich alle zwei Wochen etwa zwei Dutzend begeisterte Schwimmer, um gemeinsam das Kaltwasser- und Eisschwimmen zu erleben.“ Wolfgang Gräf, der sich schon lange mit dem Kaltwasserschwimmen beschäftigte, stand den Adepten der Sportart auch als Motivator zur Seite, während sie sich die erstmals ins kalte Wasser des Pfarrwiesensees in Gimbsheim begaben. Vor Kurzem – genau am Ostersamstag – habe der vorläufig letzte Termin dieser Serie stattgefunden.

Als „Kaltwasser“ bezeichnet man Wassertemperaturen bis hinab zu fünf Grad, erläutert Lerg die Begrifflichkeiten. „Sinkt die Temperatur noch weiter, spricht man vom Eisschwimmen.“ So haben sich die Teilnehmer beispielsweise im Februar tatsächlich über eine dünne Eisdecke und Temperaturen unter fünf Grad gefreut.“ Sie badeten im Pfarrwiesensee. „An Anna und Patrick Lohmann, die Betreiber der Strandbar ,Kieswerk‘, die die Nutzung der Badestelle und der Infrastruktur vor Ort ermöglichten, geht der eigentliche Dank der DLRG und der Kursteilnehmer“, sagt Lerg und fügt hinzu, dass der Spaß geht laut DLRG unterdessen weiter: Einige der Teilnehmer entdeckten ihr neues Hobby und hatten sich in Chat-Gruppen zusammengetan, um sich auch außerhalb der Terminreihe häufiger und teilweise sogar mehrmals in der Woche zum Schwimmen zu treffen.

red