
MAINZ – Zu den bedeutenden historischen Persönlichkeiten, die auf dem Mainzer Hauptfriedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, zählt Friedrich Lehne (1771 bis 1836). Als engagierter Vertreter der Mainzer Republik setzte er sich früh für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Pressefreiheit ein. Sein Wirken macht ihn zu einem wichtigen Wegbereiter demokratischer Ideen in Deutschland.
Die wechselvolle Geschichte der Mainzer Republik der Jahre 1792 und 1793, des ersten demokratischen Experiments auf deutschem Boden, steht im Mittelpunkt des Ein-Personen-Theaterstücks „Der Freiheitsbaum“. Autor, Schauspieler und Histotainer Tino Leo lässt darin Friedrich Lehne und weitere zeitgenössische Akteure lebendig werden. Leo entwickelt, schreibt und spielt Theaterstücke zu historischen und politischen Themen und ist mit diesen Produktionen im gesamten deutschsprachigen Raum, insbesondere auch an Schulen, unterwegs.
Eine Einführung in Leben und Wirken Friedrich Lehnes übernimmt Kai-Michael Sprenger, Gründungsdirektor der Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte. Er beleuchtet dabei auch Lehnes späteres Wirken als Altertumsforscher und Stadtbibliothekar, mit dem er das geistige Leben der Stadt nachhaltig prägte. Zudem gehörte Lehne zu den Gründern des Mainzer Museums und zählte zu den Initiatoren des Gutenberg-Denkmals.
Die Veranstaltung des Mainzer Altertumsvereins, die in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mainz angeboten wird, dient zugleich einem guten Zweck. Sie unterstützt die Initiative zur Erhaltung des Mainzer Hauptfriedhofs. Eine Spendensammlung sowie eine Crowdfunding-Aktion sollen die Restaurierung des Grabmals von Friedrich Lehne und weiterer historischer Persönlichkeiten ermöglichen.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 20. Januar 2026, um 17 Uhr in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek in der Rheinallee 3B in Mainz statt. Der Eintritt ist frei. Spenden zur Unterstützung der Grabmalrestaurierung sind willkommen.
red

























