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Musikalische „Meilensteine der Menschheit“ Gelungener Auftritt des Orchestervereins St. Martin im Finther Bürgerhaus

Das Wind-Orchester präsentierte „Meilensteine der Menschheit“. Foto: Oliver Gehrig

FINTHEN – Die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg in Mainz und die Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus: Solche „Meilensteine der Menschheit“ hat der Orchesterverein St. Martin Mainz-Finthen nun in ein gelungenes Themenkonzert gepackt. Die beiden Moderatoren des Abends, der 2. Vorsitzende Manfred Borens und Hildegard Jurasin, begrüßten rund 150 Musikinteressierte im großen Saal des Bürgerhauses.

Los ging’s mit dem Wind-Orchester unter Leitung von Moritz Schmitt und „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauß, einem feierlichen, urgewaltigen Stück. Die 28 Musikerinnen und Musiker – Holzbläser, Blechbläser und Schlaginstrumente – zeigten sich gut aufeinander abgestimmt – alle in Schwarz mit orangefarbenen Schals. „Dieses Stück ist inspiriert von Friedrich Nietzsche und soll den Sonnenaufgang symbolisieren“, erläuterte Manfred Borens.

Die Musikerinnen und Musiker waren mit Eifer bei der Sache. Foto: Oliver Gehrig

„Tauchen Sie ein in die Wunder unseres Planeten“, hieß es dann mit der Filmmusik „Planet Earth II“ von Hans Zimmer. Dazu waren spektakuläre Kulissen auf der Großleinwand zu bewundern. Das Stück startete ruhig und langsam, dann wurde es wuchtig und dynamisch.

Weiter ging es mit dem Werk „Carthago“ von Anselmo Loresan. Hier wurde der Machtkampf zwischen Karthago und Rom mit den Punischen Kriegen zwischen 264 und 146 vor Christus musikalisch aufgegriffen, erläuterte der Moderator. Orientalische Klänge erfüllten den Bürgerhaussaal, und auf der Leinwand war die Alpenüberquerung von Heerführer Hannibal mit seinen Elefanten zu sehen.

Nach der Filmmusik „Ben Hur“ folgte „Die große Seefahrt“, die Columbus’ Seereise nach Amerika 1492 aufgreift. „Der Komponist Pavel Stanisek schuf ein monumentales Werk“, erklärte Moderatorin Hildegard Jurasin.

Auf der Leinwand gab es Filmszenen zu sehen. Foto: Oliver Gehrig

Zwischendurch nahm Martin Bester vom Diözesanverband einige Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder vor. Die Ehrenurkunde und die Ehrennadel in Gold erhielt Monika Becker für 40-jährige Mitgliedschaft. Ehrennadeln in Silber und Ehrenurkunden gab es für Roland Backers und den 1. Vorsitzenden Johannes Weinsheimer für jeweils 25 Jahre Treue.

Dann zeigten die 16 Musikerinnen und Musiker des Aufwind-Orchesters ihr Können. Ebenfalls unter Leitung von Moritz Schmitt, überzeugten sie mit „Swords of Stavanger“, „Palladio“ und „Star Wars“.

In der zweiten Hälfte folgten weitere Stücke des Wind-Orchesters, etwa „Hindenburg“ von Michael Geisler mit dem Brand des Luftschiffes und „Wind of Change“ von den Scorpions, das zur Zeit des Mauerfalls weit oben in den Charts stand.

Für den gelungenen Auftritt gab es viel Beifall des Publikums. Der Erlös aus den Spenden fließt in die Bezahlung des Dirigenten und in neue Notenblätter.

Auch das Aufwind-Orchester zeigte sein Können. Foto: Oliver Gehrig

Der nächste Auftritt des Orchestervereins ist bei der Finther Prozession an Palmsonntag, 29. März. Die Proben des Aufwind-Orchesters sind freitags von 17.30 bis 19 Uhr, die des Wind-Orchesters freitags von 19.30 bis 22 Uhr jeweils im Gemeindezentrum St. Martin. Interessierte, die mal reinschnuppern wollen, sind herzlich willkommen.

Oliver Gehrig