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„Lasst uns unsere Bäume und Plätze“ Jubiläum >>>30 Jahre IG Layenhof – Lob und kritische Töne bei der akademische Feier

Die Siedlung Layenhof ist quasi ein eigener Stadtteil. Foto: kga

FINTHEN – Mit einer akademischen Feier im Gebäude 5801 und einem sich daran anschließenden Sommerfest feierte die Interessengemeinschaft (IG) Layenhof nun im Juli ihren 30. Geburtstag. Finanzministerin Doris Ahnen (SPD), Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) und Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) waren gerne der Einladung zum großen Fest durch den IG-Vorstand Weikko Müller, Gerd Mansel und Alexander Chatzigeorgiou gefolgt. Auch der Ehrenvorsitzende der IG, der Mann der ersten Stunde, der die Gemeinschaft 16 Jahre lang geführt hat, Wolfgang Schäfer, war gekommen.

Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch sprach zu den Gästen. Foto: kga

Die Redner waren sich einig: „Ihr seid etwas ganz Besonderes, eine IG, die sich seit 30 Jahren um ihr Quartier kümmert“, lobte Doris Ahnen, dass die Menschen auf dem Layenhof aus einer Vision Realität haben werden lassen. Der Layenhof sei zu einem lebendigen und lebenswerten Stadtteil geworden, auch wenn er offiziell als solcher nicht geführt werde. Die eigene Kita sei heute in städtischer Hand, es gebe eine Busanbindung, einen Briefkasten, auch Internet…. „Ihr habt hier von selbst etwas entwickelt, ohne dass ihr städtische Planungen dafür gebraucht habt.“ Lensch ergänzte: „Es sind ungefähr dieselben Ideen, wie sie in der Stadt in Büros entwickelt und entworfen werden.“ Spiel- und Freizeitangebote, Infrastruktur, Umweltschutz, Familientherapie, das alles sei in jedem Sozialraum wichtig. Lensch lobte die Flüchtlingsarbeit und die Integration der Menschen im Stadtteil. „Es hat immer sehr gut geklappt, danke für die professionelle Zusammenarbeit mit euch.“ Ortsvorsteher Mahle versprach weiterhin Unterstützung auch durch den Ortsbeirat. „Ihr habt es stets geschafft, hier etwas für die Bewohner durchzusetzen. Integration und Flüchtlingsarbeit, der soziale Frieden ist hier oben implementiert“, so Mahle.

Ortsvorsteher Manfred Mahle richtete ein Grußwort an die Festbesucher. Foto: kga

Alexander Chatzigeorgiou sprach für den Vorstand. Er erinnerte sich an die Anfänge, als es „überall noch Stacheldrahtzäune und Schranken“ auf dem Flugplatzgelände der ehemaligen US-Clark-Housing-Area gab, von Planungswerkstätten, von der Entwicklung des Geländes und dem Bedarf der Stadt. Er warnte aber zugleich vor quadratisch-praktischem Wohnungsbau und forderte für alle frei heraus: „Lasst uns die Bäume, lasst uns die Plätze. Lasst uns gemeinsam ein zukunftsfähiges Wohngebiet entwickeln.“ Weiter appellierte er: „Lasst uns nicht allein. Wir sind hier eine eingeschworene Gemeinschaft, aber ab und zu brauchen wir auch eure Hilfe“, sagte er an Ahnen, Lensch und Mahle gerichtet.  Chatzigeorgiou erzählte von früheren wilden Autorennen auf dem Layenhof, von einer Flüchtlingsunterkunft des Landes, später der von der Stadt, von dem Gerücht, der Layenhof würde zum Ghetto werden. Doch dank eines guten Quartiermanagements habe alles von Anfang an funktioniert. Man lebe miteinander, unterstütze sich. Auch bei der Vorbereitung des Sommerfestes waren viele aus der Unterkunft da und haben mit angepackt.

Die Feuerwehr und der Luftfahrtverein präsentierten sich. Foto: kga

Chatzigeorgiou freute sich, dass auch der Luftfahrtverein wieder beim Fest dabei war. Und er warnte zugleich diejenigen, die sich wünschen, dass keine Flieger mehr vom Flugfeld starten dürfen. „Wenn die gehen müssen, wird es hier richtig laut. Dann nämlich wird der Layenhof zur Einflugschneise für Frankfurt.“

Nach dem akademischen Teil ging es nach draußen auf das mit Biergarnituren bestückte Gelände, wo bereits der Wurstgrill angefeuert wurde und erste kleine Gäste sich bei der Feuerwehr im Zielspritzen mit dem B-Rohr versuchen konnten. Auch eine Hüpfburg stand bereit, die Kuchentheke war aufgebaut. Start frei also für ein rundes Geburtstagsfest am Nachmittag.

 

kga

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