Wolkenloser Himmel und ausgetrocknete Böden, Waldbrände und überfüllte Freibäder. Europa stöhnt unter der anhaltenden Hitzewelle. Das Leben kommt zum Erliegen. Alles fällt schwer. Wer es sich leisten kann, bleibt im Schatten und versucht, sich nicht übermäßig zu bewegen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet damit, dass die Hitzewelle noch bis mindestens Mitte August anhält. Eigentlich Temperaturen, die wir uns für unseren Sommerurlaub wünschen. Nun sollte man meinen, dass Urlaubsfeeling bei uns aufkommt. Doch wenn die Hitze gar nicht mehr enden will, dann hört irgendwann der Spaß auf. Selbst nachts finden wir keinen erholsamen Schlaf mehr. Die Temperaturen gehen einfach nicht runter. Jetzt erscheint das Urlaubsparadies in einem ganz anderen Licht. Andauernde Höchsttemperaturen sind eben doch nicht das Wahre. Irgendwann brauchen wir es auch wieder kühler. Da kommt auch die Frage auf: Wie geht das in Zukunft weiter? Drohen uns durch den Klimawandel in den nächsten Jahren afrikanische Temperaturen? Wenn man die letzten 50 Jahre betrachtet, so lässt sich zweifelsfrei feststellen, dass die Temperaturen kontinuierlich nach oben gegangen sind. Aber am deutlichsten zeigt sich der Klimawandel bei der Zunahme von Hitzeperioden. Diese haben sich innerhalb der letzten 50 Jahre nämlich verdoppelt. Das Umweltbundesamt fordert uns auf, dass wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen. „Es ist anhaltend trocken und heiß – das könnte darauf hindeuten, dass es nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert einen Jahrhundertsommer geben wird“, sagte Umweltbundesamt-Präsidentin Maria Krautzberger. Zu den Folgen meint sie: „So steigt die Waldbrandgefahr, Infrastrukturen wie Autobahnen oder Flughäfen werden beschädigt. Auf Flüssen wie Elbe und Rhein herrscht Niedrigwasser und die Landwirtschaft muss Ernteeinbußen hinnehmen“.
Nötig seien unter anderem Hitze-Aktionspläne und Warnsysteme. In den Städten brauche es Grünflächen und Frischluftschneisen, die für Abkühlung sorgten. Für die Landwirtschaft empfahl Maria Krautzberger hitzeresistentere Sorten zu nutzen, Fruchtfolgen zu ändern und Monokulturen zu verringern.
Ob es uns nun gefällt oder nicht. Es gibt Einiges zu tun. Wir sollten uns also darauf einstellen, dass wir nun in einer wärmeren Region leben als unsere Eltern und Großeltern.
Herzlichst Ihr
Ekkehard Schenk
Verleger