Start Fastnacht Wunder von Bern in Gunsenum

Wunder von Bern in Gunsenum

GONSENHEIM – „Helau“, „Huch“ und „Jubel“ – all diesen Klängen zufolge kann es sich nur um „Alt-Gunsenum“ handeln, die Traditionssitzung der Eiskalten Brüder mit Erfolgsgarantie.

Zum Protokoll nahm sich Andreas Keim einen „Drecksack“ hinzu. Bürgermeister Günter Becks Aussage zur Situation von Mainz-Ost: „De Micha un ich mir sin fit, des bissje Wiesbade mache mir mit.“ Andreas Keim schlug spontan Andreas Schmitt als Amtsleiter für das Humorexport-Dezernat vor.

Rudi Lukas hatte in seinem Vortrag ein paar Ergänzungen zum Protokoll: Was es „Umleitungskäthche“ angeht, so stellte er fest, dass sich alle elf Minuten ein Autofahrer in Katrin Eder verliebt. Ex-Wirtschaftsdezernent Sittes neuer Arbeitsplatz sei im Frankfurter Zoo, wo er den Reißwolf mit alten Akten füttere.

Nicht als Deutscher Michel sondern als Rhoihessebub betrat Bernhard Knab die närrische Rostra und gab Einblicke in das Leben in seiner Heimat. „Auf Sitte folgte Frau Matz, die hat im Büro sehr viel Platz“, verkündete der Mainzer Stadtschreiber alias Axel Zimmermann.

Das Highlight der Sitzung „Alt-Gunsenum“ ist das Zwischenspiel. Hierzu werden allerlei Lokalpolitiker eingeladen. Ein vorgegebener Text, kurze Übung und schon kann das Theaterstück beginnen. Die diesjährige Version spielte im Jahr 1954 vor der legendären WM. Die Gonsenheimer haben das Trainingslager in ihren Stadttel geholt.

Ein Freundschaftsspiel zur Eröffnung (Mombach gegen Gonsenheim) entpuppte sich als Schlägerei. Als die aktuellen Oberbürgermeister von Mainz und Wiesbaden erschienen, kündigte Andreas Schmitt eine „Warmfront“ an. Über den endgültigen Standort des Trainingslagers soll ein Elfmeterschießen von  OB Michael Ebling, dem Wiesbadener OB Sven Gerich und Christian Baldauf (CDU-Landtagsabgeordneter) entscheiden. Sven Gerich und Christian Baldauf unterlagen dem Mainzer OB und somit sollte das Trainingslager in Gonsenheim bleiben. DFB-Frauenbeauftrage Sabine Flegel hat alles voll im Griff. Ein tolles Stehgreifspiel mit einer gewaltigen Portion Selbstironie der Protagonisten.

Bei der Eskorte fanden sich jede Menge Nachwuchs-Fastnachter ein. Foto: Elke Fauck

Die beiden vereinseigenen Ballettgruppen Fairytales und Fantasy boten einen optischen Leckerbissen. Fantasy, das unter der Leitung von Karin Carra steht, hat es mit seiner Entführung in afrikanische Gefilde 2019 wieder in die Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“ geschafft.

Vorheriger ArtikelKirche und Fastnacht das passt
Nächster ArtikelEin Bier unterm Leuchtturm
Avatar-Foto
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für Journal LOKAL - die lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für Journal LOKAL - Die LOKALE unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.