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Bäume in der Koblenzer Straße sollen nachgepflanzt werden Politik >>>Zahlreiche Verkehrsthemen im Bretzenheimer Ortsbeirat

Die fehlenden Bäume in der Koblenzer Straße sollen nachgepflanzt werden. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Zahlreiche Verkehrsthemen bestimmten die jüngste Sitzung des Bretzenheimer Ortsbeirates, der erneut in der provisorischen Ortsverwaltung in der Bahnstraße tagte. In einem einstimmig verabschiedeten CDU-Antrag bittet das Gremium die Verwaltung, die entlang der Koblenzer Straße entfallenen Bäume vollständig und zeitnah durch geeignete Neupflanzungen zu ersetzen. „Es gibt Bedarf an der Koblenzer Straße“, betonte Thomas Kling (CDU). „Es ist weniger aufwendig als die Entsiegelung, die Bäume nachzupflanzen.“ Christa Weyer (CDU) ergänzte: „Es gibt genug Grünfläche für die Nachpflanzungen. Es sollten alle Bäume an der Koblenzer Straße überprüft werden. Seit den unschönen Stumpfen ist da nichts mehr passiert.“ Und Ulrich Link (CDU) bekräftigte: „Unabhängig von der Entsiegelung könnte man mit der ,Wiederaufforstung’ anfangen.“

Gehweg endet vor dem Nichts

In einem weiteren CDU-Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, den Gehweg „Am Schleifweg“ vor „Carglass“ bis zum Einkaufszentrum am „Fressnapf“ durchgängig fortzuführen. „Der Gehweg endet im Nichts vor dem kleinen Einkaufszentrum“, begründete das Ulrich Link (CDU). „Wer weitergehen will, muss zwischen parkenden Autos durch auf die Straße ausweichen. Das ist schildbürgerhaft.“ Auch dieser Antrag wurde einstimmig auf den Weg gebracht.

In einem Antrag der Grünen bittet das Gremium die Verwaltung um Überprüfung der Verkehrssituation an den Kreuzungen Am Ostergraben/In der Klauser und Am Ostergraben/Dombaumeister-Schneider-Straße. An den Straßenbahnschienen entwickelten sich gefährliche Verkehrssituationen, begründete das Ruth Jaensch (Grüne). „Es ist eine knifflige Situation. Die Rotphase ist zu kurz. Man steht als Autofahrer mit dem Heck auf den Schienen, wenn die Straßenbahn kommt.“ Die Grünen fordern, die Ampel länger auf Rot zu stellen, ein Warnschild aufzustellen, das auf die Gefahr hinweist, oder eine sonstige Lösung zu finden.

Anwohner fordern eine Verkehrsinsel

Anderer Meinung war Dr. Peter Schenk (ÖDP). Die neun Sekunden nach Rot, bis die Straßenbahn kommt, seien ausreichend. „Man müsste an die Autofahrer appellieren, anzuhalten. Ich habe dort auch noch nie einen Unfall gesehen.“ Das sorgte bei den anderen Fraktionen für Verständnislosigkeit und Kopfschütteln. „Wir wollen nicht warten, bis was passiert“, entgegnete Ruth Jaensch (Grüne). Ortsvorsteher Manfred Lippold (CDU) fasste zusammen: „Wir haben dort ein Problem. Es herrscht dort reger Verkehr, es geht um die Sicherheit unserer Mitbürger.“ Der Antrag wurde bei einer Gegenstimme der ÖDP auf den Weg gebracht.

In der Bürgerfragestunde forderten Anwohner eine Verkehrsinsel für die unübersichtliche Kreuzung Albert-Stohr-Straße, Albanusstraße und Hochstraße. Zumindest eine Sperrfläche sei dort notwendig, zumal es dort auch keinen Verkehrsspiegel mehr gebe. „Es geht dort zu wie auf der Streif“, klagte Manfred Crezelius. Ortsvorsteher Manfred Lippold (CDU) bestätigte: „Dieser Zustand muss geändert werden.“ Er versprach eine CDU-Anfrage an die Stadt sowie einen Vorort-Termin mit der Verwaltung, dem Ortsbeirat und den Anwohnern.

Oliver Gehrig