Start Gesellschaft „Zugang für alle zu allem“

„Zugang für alle zu allem“

Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) im Gespräch mit Gerlinde Busch (ZsL). Foto: Claudia Röhrich

MAINZ – In diesem Jahr stand Protesttag zu Gleichstellung von Menschen mit Behinderung unter dem Motto „Zukunft barrierefrei gestalten“. Daher steht auch im Jahr 2023 das Thema Barrierefreiheit im Zentrum der Aktivitäten. Denn es gibt viele noch nicht umgesetzte Forderungen für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, auf viele Barrieren und Diskriminierungen muss immer wieder aufmerksamkeitsstark hingewiesen werden.

„Seit mehr als 30 Jahren finden bundesweit Aktionen anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt“, erläuterte Lothar Schwalm vom Initiativkreis. Da die Infrastruktur häufig überaltert ist, muss neu gebaut und alles neu durchdacht werden. Auch bei Neubauten muss sofort an Maßnahmen zur Barrierefreiheit gedacht werden. Das ist eine Chance für den Abbau der häufig fehlenden Barrierefreiheit. Eine Welt ohne Barrieren ist für alle Menschen, insbesondere aber auch für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen ohne vertiefte Sprachkenntnisse, zugänglicher und lebenswerter. Gefördert wurde die Aktion auf dem Kardinal-Volk-Platz vor der Römer-Passage von der Aktion Mensch, sie ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland.

Der „Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen Mainz“ Aktionen organisierte auf dem Kardinal-Volk-Platz vor der Römer-Passage in Mainz. OB Nino Haase (parteilos) und Sozialdezernent Eckart Lensch (SPD) nahmen daran. Hierbei handelt es sich um ein breites Bündnis aus Betroffenen, Vereinen, Gruppen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, die sich für Inklusion und Barrierefreiheit einsetzen.

Nino Haase stellte sich zu einem Gespräch mit Gerlinde Busch Geschäftsführung (ZsL) Zentrum für selbst-bestimmtes Leben zur Verfügung. Er möchte durchgehende Wegenetze bauen lassen, auch bei Schulen muss man die Barrierefreiheit spüren. Darauf angesprochen, ob es bei der Stadt ein zentrales Register gebe, in die barrierefreie Wohnungen eingepflegt werden, musste der OB passen. Es gibt immer weniger geförderte Wohnungen, die Zahl ist auf 5000 gesunken, auf 6000 Wohneinheiten möchte er wiederkommen.

„Bei Schulen und Kitas haben wir beim baulichen auf die Barrierefreiheit zu achten. Beim Rathaus wird streng darauf geachtet, dass dies barrierefrei wird. Ein gewisser Teil an Wohnungen wird für Flüchtlinge vorgehalten, Menschen egal wo sie herkommen, damit die Integration besser klappt.“

 

Autor: Claudia Röhrich

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