BRETZENHEIM – Die goldenen 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts waren nun das Thema einer musikalischen Zeitreise beim Verein „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ (ZMO). Ein musikalisches Quartett in der Zusammensetzung Elisabeth Yankova-Stradalski (Gesang), Sebastian Laverny (Klavier, Moderation), Bastian Weinig (Kontrabass) und Uli Schiffelholz (Schlagzeug) spielte Werke von George Gershwin, Vincent Youmans und anderen.
Außerhalb der Reihe ging das Konzert an einem Samstagabend vor rund 100 Musikinteressierten bei ZMO über die Bühne. Zum Auftakt spielte das Quartett „Strike up the Band“ von George Gershwin aus dem gleichnamigen Musical, was Sebastian Laverny, der informativ und humorvoll durch den Abend führte, mit „Spiel auf, Band“ übersetzte. Die Musiker spielten schnell und virtuos auf und zeigten, wie gut sie aufeinander abgestimmt sind.
Es folgte „Dream a little Dream of me“, bekannt geworden in der Version von „The Mamas and the Papas“ von 1968. Langsam und besinnlich vorgetragen, weckte das Stück nostalgische Gefühle. Bei „Just you, just me“ aus dem Musicalfilm „Marianne“ von 1929 gab es ein herausragendes Pianosolo, das mit Zwischenbeifall des begeisterten Publikums belohnt wurde. Sebastian Laverny ließ die Finger nur so über die Tasten fliegen, ebenso beim folgenden Instrumental „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Franz Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ von 1929.
Jazzig wurde es mit dem Instrumentalstück „Makin’ Whoopee“ von 1928 von Gus Kahn. Beim flotten, beschwingt vorgetragenen „I’ ve got Rhythm“ von George Gershwin glänzte Ulli Schiffelholz mit einem ausgiebigen Schlagzeugsolo. Auch hierfür gab es viel Applaus.
Zum Abschluss des ersten Teils sang Elisabeth Yankova-Stradalski „Stardust“ – eine Erinnerung an die große Liebe, ruhig und besinnlich vorgetragen. Das war Nostalgie pur.
Oliver Gehrig


























