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Der Radverkehr ist weiter auf dem Vormarsch Verkehr >>>Frühere Radfahrbeauftragte informierte den Ortsbeirat

Die Hechtsheimer Fahrradstraße wird sehr gut angenommen. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – Über Radabstellanlagen und die Radverkehrsförderung im Allgemeinen informierten die frühere städtische Radfahrbeauftragte Franziska Voigt, jetzige Leiterin des Amtes für Verkehrswesen, und ihr Mitarbeiter Roman Berdolt den Hechtsheimer Ortsbeirat. Voigt erwähnte die elf Standards für den Radverkehr und den Ausbau der Radbügel. Sie stellte heraus, dass der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr in Mainz von 2008 bis 2023 von zwölf auf 31 Prozent gestiegen sei. „77 Prozent der Mainzer Haushalte besitzt mindestens ein Fahrrad“, betonte Franziska Voigt.

Gesamtbreite von mindestens 21 Metern

Ein Neubau von Radwegen sei jedoch grundsätzlich nur im  Rahmen eines Komplettumbaus realisierbar, erklärte Voigt. Der Grund: Aufgrund der Vorgaben sei eine Gesamtbreite der Straße von mindestens 21 Metern notwendig.

Zum Radbügel-Konzept gehöre, dass ausschließlich klassische Edelstahlmodelle verwendet werden, an denen alle Typen von Rädern angeschlossen werden können. Der Abstand der Radbügel müsse mindestens 1,20 Meter betragen, die Radbügel würden grundsätzlich im Boden verankert. Die Rettungs- und Fluchtwege müssten ebenso berücksichtigt werden wie die Barrierefreiheit, so die weiteren Vorgaben.

Treffen im Rahmen einer Verkehrsschau

Der Ortsbeirat hatte eine Reihe von Fragen. Klaus Euteneuer (SPD) erwähnte, dass der Umbau der Alten Mainzer Straße seit 2009 diskutiert werde, während der Umbau in der Boppstraße in der Innenstadt erfolgreich vollzogen wurde. Euteneuer erinnerte auch an die Bürgerbeteiligung zum Thema Verkehr vor einigen Jahren im Bürgerhaus. „Geschehen ist seitdem so gut wie nichts“, so Euteneuer. „Die SPD hat immer wieder Anfragen gestellt, was mit dem Umbau ist.“ Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) habe nun in einer Antwort von einem Treffen im Rahmen einer Verkehrsschau gesprochen, in dem noch mal neu diskutiert werden soll. Euteneuer: „Ich hätte gerne wenigstens mal einen Anfang.“

Anfang ist gemacht

„Das ist möglich, wenn dafür Fördermittel zur Verfügung gestellt werden“, antwortete Franziska Voigt. Mit einer Temporeduzierung, zusätzlichen Markierungen, Pollern, Radbügeln und dem Lastenrad sei aber zumindest ein Anfang gemacht. Fördermittel seien im Rahmen der Sozialen Stadt in der Neustadt, auf dem Lerchenberg und in Mombach geflossen.

„Uns geht es in Hechtsheim eigentlich zu gut“, bekräftigte Ortsvorsteherin Ulrike Cohnen (CDU) mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Für die Umsetzung von Fördermitteln ist das schade.“ Dr. Rupert Röder (Grüne) ergänzte: „Es gibt aber immer mal wieder Fördermitteltöpfe. Wir brauchen intelligente Konzepte.“

Oliver Gehrig

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Oliver Gehrig: Redaktionsleiter für Journal LOKAL Mainz. Erfahrener Mainzer Journalist berichtet für Journal LOKAL über Mainz und seine Stadtteile. Experte für Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Radfahrer, Tennis- und Fußballfan, Aquarist.