
MOMBACH – An diesem Samstag gehörte der Schulhof der Grundschule am Lemmchen ganz den Kindern. Das Schulfest auf der asphaltierten, geräumigen Fläche war zugleich ein feierlicher Abschied. Denn der benachbarte Gymnasiumskomplex, der in Mombach noch immer im Begriff ist, eine zufriedenstellende Gestalt anzunehmen, benötigt während der sich verzögernden Bauzeit weitere Flächen. Dafür wird die Grundschule ihren Pausenhof räumen müssen und den benachbarten Spielplatz nutzen (Journal LOKAL berichtete). „Wenn sich der Pausenhof verändert, der Bewegungsraum, Treffpunkt, Rückzugsort und ein Stück Schulalltag ist, verändert sich auch ein Teil des täglichen Lebens an der Schule“, sagte Schulleiter Ralf Oeser bei der Festeröffnung.

13 Stationen für die Kinder
Bei dem also vorerst letzten Schulfest auf dem bisherigen Schulhof nutzten die Kinder den Parcours ausgiebig, den sie in den Klassenverbänden füreinander ersonnen hatten. Die Lehrer ließen der kindlichen Fantasie in der Vorbereitung freien Lauf. Daraufhin konzipierte die 4a eine Art Ping-Pong-Eierlauf über diverse Hürden, die 2a einen Geschicklichkeitslauf mit Balancier-Elementen. So entstanden 13 Stationen. Die Mitschüler nahmen die Herausforderungen gerne an. Sie liefen mit weißen Zetteln über das Gelände, die sie bei jeder Station abstempeln lassen konnten, bevor sie die nächste Aufgabe suchten.
Wenn Schulfest Gemeinschaft zeigt
In dem, was ein Schulfest ausmachte – Bewegung, Stimmengewirr und Begegnungen –, konnten die Eltern bei genauem Hinsehen etwas beobachten, das ihnen Freude machen sollte: Die Kinder zeigten, wie gut ihre Gemeinschaft funktioniert und wie sehr sie soziale Kompetenzen beherrschen: Sie warteten, bis sie an der Reihe waren, sagten „Danke“ und „Bitte“, ließen anderen sogar den Vortritt. Ältere kümmerten sich um Jüngere, erklärten einander die Herausforderungen an den Stationen und bewegten sich mit bemerkenswerter Eigenständigkeit über das Gelände. Kurzum: Sie zeigten an diesem Vormittag Kompetenz, Selbstbewusstsein und ein gutes Gespür füreinander.
Gemeinsame Anstrengung
Dass der Schulleiter den Lehrkräften ebenso wie den Eltern, Klasseneltern, dem Schulelternbeirat, dem Förderverein und allen freiwilligen Helfern dankte, wirkte aus dieser Perspektive folgerichtig. Das vergnügliche Treiben konnte das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung sein. Neben den Stationen gab es weitere Anlaufpunkte auf dem Gelände. Die Schulsozialarbeit war mit einem eigenen Angebot vertreten, auch Förderverein und Schulelternbeirat präsentierten sich.

Lernort und sozialer Mittelpunkt
Insgesamt zeigte die Lemmchenschule anschaulich, was eine Grundschule im Stadtteil leisten kann: Sie ist Lernort und sozialer Mittelpunkt zugleich. Ohne künstliche Inszenierung brachte sie Familien zusammen, stärkte die Verbindung zwischen Elternhaus und Schule und machte sichtbar, wie viel Positives das gemeinsame Engagement für die Kinder, die zwischen Schulbank und Kinderzimmer pendeln, bewirken kann.
Mit Bravour durch die Veränderungen
Vor dem Hintergrund der seit Jahren laufenden Veränderungen rund um das Mombacher Schulzentrum stimmte das Fest zuversichtlich, dass die Lemmchenschule auch die kommenden Herausforderungen gut meistern wird. So wie die Kinder den Ping-Pong-Eierlauf: mit Bravour.
Autor: Gregor Starosczyk-Gerlach
























