Start Gesellschaft Mit einem Konzept auf den Klimawandel geantwortet.

Mit einem Konzept auf den Klimawandel geantwortet.

Nieder-Olm – Vorbild sein und die Bürger mitnehmen. Die Initiative der Verbandsgemeinde (VG) Nieder-Olm, „Natürlich Oben“, steht für einen Klimaschutz mit Konzept. „Der Klimaschutz bezieht seit 2012 eine etablierte Rolle und hat für die Verbandsgemeinde und die Bevölkerung einen unentbehrlichen Mehrwert geschaffen“, sagt Jana Brandstäter. Die Klimaschutzmanagerin koordiniert seit 2018 alle Maßnahmen, die im Zuständigkeitsbereich der VG dem Klima zu Gute kommen sollen. In der Lokalen Zeitung gibt sie einen Überblick über die Entwicklung in dem zukunftsweisenden Bereich rund um Nieder-Olm. Heute ist die VG Nieder-Olm an der Reihe.

Da ist zunächst mal das Klimaschutzkonzept, das in der VG 2013 entworfen und 2017 fortgeschrieben worden ist. Das Paket aus Analyse und passenden Maßnahmen zielt vor allem auf die Vermeidung des Kohlendioxids. Es ruht auf drei Säulen: der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude, deren alternativer Wärmeversorgung sowie der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. Die energetische Sanierung nahm die VG an den öffentlichen Gebäuden vor. An den Grundschulen in Nieder-Olm, Stadecken-Elsheim, Zornheim, Essenheim und Ober-Olm reichte sie von Fassadendämmung, über die Erneuerung der Fenster bis hin zum Einbau von Blockheizkraftwerken (BHKW). Durch die Integration von benachbarten Gebäuden generierte das alternative Heizkonzept zusätzliche Synergieeffekte. In Nieder-Olm wird im Energieverbund (BHKW und Nahwärmenetz) das Rathaus versorgt. Ein BHKW versorgt in Stadecken-Elsheim die Grundschule, die Selztalhalle und die Feuerwehr. In Klein-Winternheim sind die Schule und die Haybachhalle an ein BHKW angeschlossen.

Auch das ist Klimaschutz: Vermietete Fotovoltaikflächen an der Grundschule in Klein-Winternheim.
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Mit der Vermietung von Flächen in den Grundschulen in Nieder-Olm, Ober-Olm und Klein-Winternheim sowie in den Feuerwehren in Stadecken-Elsheim und Ober-Olm investierte die Verwaltung in die erneuerbaren Energien. Es sind wiederum die Grundschule in Ober- und Nieder-Olm, die über LED-Beleuchtung verfügen. Die klimafreundlichen Lampen erhellen zudem das Rheinhessenbad. Der Klimaschutz sei „ein festes Element und soll in der Zukunft verstetigt werden“, sagt der VG-Bürgermeister von Nieder-Olm, Ralph Spiegler. So fördert die Verwaltung beispielsweise den Zisternenbau in allen Kommunen in der VG: mit 50 Euro je Quadratmeter und bis zu einer Maximalgröße von zehn Quadratmetern. Außerdem: „Am 18. Mai wird eine Aktion für Blühflächen in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm stattfinden“, kündigt Brandstäter an. Die VG fungiert nämlich auch als Initiator und Fördermittelgeber der Flächen, die für Insekten und so indirekt für einen ausgewogenen Fortbestand der rheinhessischen Fauna und Flora von Bedeutung sind. Zum Gesamtkonzept gehört die Radwegeplanung im VG Radwegekonzept. Alle Informationen zum Klimaschutz und dem Konzept über die Homepage der VG Nieder-Olm abrufbar.