
OPPENHEIM – Die Stadt Oppenheim trauert um ihren zweiten Beigeordneten Raimund Darmstadt. Der Kommunalpolitiker verstarb am vergangenen Freitag im Alter von 75 Jahren plötzlich und unerwartet. Das teilte die Stadtverwaltung am 13. Juli mit.
Einsatz für Umwelt und Hochwasserschutz
Seit 2024 verantwortete Darmstadt als ehrenamtlicher Beigeordneter den Umweltbereich der Stadt. Zu seinen jüngsten Aufgaben gehörten die Verhandlungen mit dem Landkreis zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Dabei setzte er sich insbesondere für die Zugänglichkeit des Oppenheimer Wäldchens ein. Darüber hinaus engagierte er sich für die Starkregen- und Hochwasservorsorge sowie für die ordnungsgemäße Pflege der Gräben und der Gewässer dritter Ordnung.
Mehr als vier Jahrzehnte Kommunalpolitik
Mehr als 37 Jahre gehörte Raimund Darmstadt dem Oppenheimer Stadtrat an. Seit 1989 vertrat er die Alternative Liste. Von 1994 bis 1999 war er Dritter Beigeordneter, von 2009 bis 2014 Erster Beigeordneter. Außerdem arbeitete er in zahlreichen Fachausschüssen der Stadt mit.
Stadtbürgermeisterin Silke Rautenberg (AL) würdigte sein langjähriges Wirken: „Wir verlieren einen leidenschaftlichen Kommunalpolitiker, der sich mit Herz und Verstand über vier Jahrzehnte für seine Heimatstadt eingesetzt und die politische Debatte über die lokale Ebene hinaus geprägt hat. Seine Erfahrung, sein Wissen, sein politischer Kampfgeist und sein Einsatz für Demokratie und Frieden werden uns fehlen.“
Engagement für die Erinnerungskultur
Über die kommunalpolitische Arbeit hinaus engagierte sich Darmstadt als Mitinitiator und Mitglied des Arbeitskreises „Kornsand-Gedenken“. Das Gremium wurde im vergangenen Jahr mit der Jakob-Steffan-Medaille des Vereins Rheinhessen gegen Rechts ausgezeichnet.
Mit Raimund Darmstadt verliert Oppenheim eine prägende Persönlichkeit des kommunalpolitischen Lebens, die sich über viele Jahre mit großem Engagement für die Stadt und ihre Bürger einsetzte.
Autor: red























