HECHTSHEIM – 54 Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer sowie 48 Hündinnen und Hunde kamen jetzt zur 14. Hundesegnung ins Hechtsheimer Gewerbegebiet zusammen. Bei schönem Frühsommerwetter hatte der Mainzer Hundeverein 1970 erneut auf sein Vereinsgelände in der August-Horch-Straße 5b eingeladen.

Erlös geht an Caritas und Hechtsheimer Kirchengemeinde
„Ich freue mich, dass so viele erschienen sind“, sagte Christian Stapf, Beisitzer beim Hundeverein, zu Beginn. „Der Erlös der Veranstaltung geht in diesem Jahr an die Caritas und an die Hechtsheimer Kirchengemeinde.“ Gegen einen Obolus standen Kaffee und Kuchen bereit.
Doch zunächst stand die Hundesegnung auf dem Programm. Das gegen die Sonne schützende offene Zelt war nahezu komplett gefüllt. Der Hechtsheimer Diakon Franz Luckas von der Kirchengemeinde St. Pankratius startete den Gottesdienst mit dem gemeinsam gesungenen Kirchenlied „Lobet den Herrn“. Dazu kläfften und jaulten auch die Vierbeiner mit und wedelten mit ihren Schwänzen. Vom Mischling bis zum Rassehund, vom Dackel und Pudel über den Beagle und Terrier bis zum Australian Sheperd und Labrador war alles dabei.

Mehr als nur ein Lebewesen
„Es ist schon eine kleine Tradition, dass wir die Hunde segnen“, betonte Luckas. „Segnen heißt, ein Lebewesen unter den besonderen Schutz Gottes zu stellen.“ Der Diakon stellte die Frage „Warum eine Hundesegnung?“, um selbst die Antwort zu geben. „Ich finde es berechtigt, Hunde zu segnen. Gerade für viele ältere Menschen ist ein Hund mehr als nur ein Lebewesen. Er ist ein treuer Begleiter, er gehört zur Familie. Viele können sich ein Leben ohne Hund gar nicht vorstellen.“ Luckas: „Es werden Häuser gesegnet, es werden Autos gesegnet, wieso dann nicht auch Vierbeiner? Wir können darauf vertrauen, dass Gott seine schützende Hand über uns hält.“

Erst Psalm über Tiere, dann Gebet
Weiter ging es mit einer Geschichte, wie aus einer Bekanntschaft von Hundehaltern schließlich eine gemeinsame Ehe wurde. Nach einem Psalm aus der Bibel über Tiere folgte ein Gebet: „Herr, segne diese Tiere, denn auch sie spüren Angst, Trauer und Schmerzen und auch sie verspüren Hunger nach Liebe und Zuwendung.“ Nach zwei Fürbitten für Tiere in Not und dem „Vater unser“ folgte das zweite Kirchenlied „Danket alle Gott“.
Bei der anschließenden Segnung mit Weihwasser sprach Diakon Luckas alle Vierbeiner mit Namen an. Christian Stapf gab jedem Hund ein Leckerli in Form von Wurst- und Käsewürfeln, was bei den Vierbeinern sehr gut ankam. Nach der Segnung sah man nur zufriedene Menschen- und Hundegesichter.

Größter Hundeverein Rheinhessens
Der Mainzer Hundeverein hat derzeit knapp 300 Mitglieder. Diese stammen weit über die Stadtgrenze hinaus, etwa auch aus Bischofsheim, Nauheim und Framersheim. „Wir sind der größte Hundeverein in Rheinhessen“, betonte Stapf. Es handelt sich um einen Freizeitverein, während die Chillity-Gruppe auch an Wettkämpfen teilnimmt. Das rund 5000 Quadratmeter große, von der Stadt gepachtete Vereinsgelände ist gut für Hundeübungen geeignet. Weitere Infos gibt es unter www.mainzer-hundeverein.de.
Oliver Gehrig


























