

GUNTERSBLUM – Die geplante Wiederaufnahme der Fährverbindung zwischen Guntersblum und der Insel Kühkopf hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Nach Angaben des Fördervereins Kühkopf-Fähre liegt nun die Genehmigung der SGD Süd zur Wiederaufnahme des Fährverkehrs vor. Damit rückt das Ziel näher, die historische Verbindung über den Rhein bis Ende 2026 wieder in Betrieb zu nehmen.
Förderverein kann die nächsten praktischen Schritte angehen
Für den Verein ist die Entscheidung ein zentraler Schritt nach einem langen Verfahren. Der Genehmigung sei ein vielschichtiger Prozess mit der Beteiligung öffentlicher und kommunaler Träger vorausgegangen. Bereits zuvor war die strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Mannheim erteilt worden. Mit der nun vorliegenden Entscheidung der SGD Süd kann der Förderverein die nächsten praktischen Schritte angehen.
Im Mittelpunkt stehen jetzt die Anlegebedingungen auf beiden Rheinseiten. An den Nato-Rampen bei Rheinkilometer 472,4 sollen mobile Festmach-Einrichtungen entstehen. Sie sollen einen sicheren und barrierefreien Zugang zur Fähre ermöglichen. Geplant wurden die Eisen-Stahl-Konstruktionen nach Vereinsangaben vom ursprünglichen Fährenbauer SBS aus Andernach.
Kosten im fünfstelligen Bereich
Technisch und finanziell bleibt dieser Abschnitt anspruchsvoll. Die Konstruktionen müssen mobil sein, weil die Nato-Rampen nicht dauerhaft belegt werden dürfen. Zugleich sollen sie so ausgeführt werden, dass Einsätze von Wasserschutzpolizei, Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk nicht behindert werden. Der Verein hatte bereits zuvor von Kosten im fünfstelligen Bereich gesprochen.
Nach Angaben des Fördervereins sollen Ingenieure und Konstrukteure die technischen Voraussetzungen bis zum Herbst schaffen. Danach kann die Test- und Abnahmephase beginnen. Erst wenn diese abgeschlossen ist, kann die Fähre tatsächlich in den Betrieb gehen.
Verbindung soll künftig die rheinland-pfälzische Seite bei Guntersblum mit der Insel Kühkopf verbinden
Die Verbindung soll künftig die rheinland-pfälzische Seite bei Guntersblum mit der Insel Kühkopf verbinden. Der Guntersblumer Ortsteil Rhein ist vom Bahnhof aus mit dem Fahrrad in rund 15 Minuten erreichbar. Auf der Kühkopfseite führt von der Anlegestelle ein etwa zwei Kilometer langer Weg zum Hofgut Guntershausen und zum Umweltbildungszentrum „Schatzinsel Kühkopf“.
Der Förderverein verfolgt das Projekt seit Jahren. Die Initiative geht auf das Jahr 2013 zurück. Ziel ist es, die Kulturlandschaften am Altrhein und auf der Insel Kühkopf wieder stärker miteinander zu verbinden. Vorgesehen ist ein Betrieb vor allem in den Sommermonaten, an Wochenenden sowie an Feier- und Brückentagen. Bis zur ersten regulären Überfahrt bleiben allerdings noch technische Arbeiten, Tests und Abnahmen zu erledigen.
red
























