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Bilder innerer Spuren: Ausstellung „Kinderseelen“ in Budenheim Zwischen Erinnerung und Gegenwart: Fotografien über innere Prägungen

Das Bild zeigt eine Arbeit des Künstlers im Kontext der Ausstellung „Kinderseelen“. Das Motiv verweist vermutlich auf frühe Prägungen und öffnet so den Raum für eigene Erinnerungen. Foto: Privat

BUDENHEIM – Die Pankratiuskirche profiliert sich weiter als ein Kulturort in und für Budenheim. Diesmal ist es nicht die Musik, die auf der historischen Kohlhaas-Orgel für Ausnahmemomente sorgt, sondern Bilder, Fotografien. Die Ausstellung „Kinderseelen“ bringt einen zweidimensionalen Hauch von Ästhetik nach Budenheim. Dafür hat der Förderverein der Kirche Bernhard Labestin gewonnen und eingeladen, seine Werke in dem einstigen Gottesdienstort zu zeigen. Die Schau der Arbeiten, die nach dem Willen der Organisatoren einen ruhigen, eindringlichen Dialog über die Wirkung früher Erinnerungen anstoßen sollen, läuft in der Pankratiuskirche an drei Tagen: vom 26. bis 28. Juni.

Als Fotograf und Autor des Buches „Innehalten Fotografieren – als Weg zu deinem Selbst“ arbeitet Labestin an der Verbindung von innerem Erleben und äußerem Ausdruck. Die Ausstellungsankündigung verweist auf die künstlerische Bildsprache, die der von Labestin entwickelten „Neuen Emotionalen Sachlichkeit“ folgt: Die Haltung zielt nicht auf Dokumentation, sondern auf Resonanz. In der Folge öffnen die Fotografien Räume, in denen sich innere Erfahrungen spiegeln können.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der oft verborgene Einfluss der Kindheit. Frühere Prägungen und Erwartungen wirken fort, meist leise und unbemerkt. In klar komponierten und zugleich dichten Bildern richtet sich der Blick auf zentrale Fragen: Was bleibt vom Kind im Menschen erhalten? Welche Spuren wirken weiter, welche geraten in den Hintergrund?

An allen Ausstellungstagen wird der vor Ort sein, kündigen die Veranstalter an. Die Ausstellung greift ein zentrales Anliegen Labestins auf: Fotografie nicht nur als ästhetisches Medium zu verstehen, sondern als Zugang zur eigenen Wahrnehmung.
Die Arbeiten fordern zur Auseinandersetzung heraus. Sie verzichten auf schnelle Deutungen und schaffen stattdessen Raum für Selbstbegegnung.

Am Samstag, 27. Juni, um 16.30 Uhr liest der Künstler selbst Texte zu seinen Arbeiten und spricht über das Phänomen der Erinnerung, über Prägung und innere Prozesse, die er in Bildern sichtbar machen will. Geöffnet ist die Ausstellung am 26. Juni von 13 bis 18 Uhr, am 27. Juni von 16 bis 19 Uhr und am 28. Juni von 11 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Erhalt der Kirche sind möglich.

red