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Ein sicherer Radweg entlang des Gonsbachs? Gemeinsamer CDU- und SPD-Antrag sorgte für Diskussionen im Ortsbeirat

Über die Sinnhaftigkeit eines Radwegs direkt am Gonsbach diskutierte der Ortsbeirat. Foto: Oliver Gehrig  

GONSENHEIM – Die Einführung eines sicheren Radwegs entlang des Gonsbachs war nun Thema eines gemeinsamen CDU- und SPD-Antrags im Ortsbeirat. „Über das Thema Radwege diskutieren wir regelmäßig“, sagte Torsten Rohe (CDU). Demnach soll der künftige Radweg von der Wildbachtalbrücke an der Finther Grenze entlang des Gonsbachs über „An der Oberbrücke“ bis zur Koblenzer Straße führen. Von dort geht es weiter über „An der Nonnenwiese“ und „An der Bruchspitze“ bis zur Mombacher Straße. „Wir haben relativ viel Stückwerk und müssen perspektivisch einen großen Plan entwickeln“, betonte Rohe. Gefragt sei gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Radfahrern und Spaziergängern.

Große Bedenken hatten die Grünen. „Für viele Radfahrer ist ein Radweg nicht zum Flanieren da, sondern um zügig und schnell zur Arbeit zu kommen“, erklärte Diane Cremille (Grüne). Konflikte zwischen Radfahrern und Hundeführern seien am Gonsbach vorprogrammiert. Mindeststandards müssten eingehalten werden. Ein Radweg stehe der Renaturierung des Gonsbachs und der Ruhe im Landschaftsschutzgebiet entgegen. „Es hilft dem Ganzen nicht und es ist nicht zielführend“, betonte Cremille.

Es handele sich nicht um eine sehr schnelle Strecke, die in Sachen Naturschutz schon gecheckt worden sei, entgegnete Rohe. „Wir wollen dem Anleigen der Bürger Rechnung tragen“, ebtonte Markus Alp (SPD). „Viele Teile sind schon versiegelt“, bekräftigte Nikolai Groben (FDP). „Es fahren dort schon viele Radfahrer und es gibt keine Störung der Natur.“

„Dieser Weg ist für die Naherholung gedacht“, entgegnete Elisabeth Windfelder (Grüne). „Er ist in der Starkregenanalyse als Hochwasserfläche gekennzeichnet.“ Ortsvorsteher Josef Aron (Grüne) fasste zusammen: „Ich finde diesen Antrag schwierig und konträr. Das Stadtroutennetz ist in der Planung. Ich verstehe nicht, warum wir Bürgerbeteiligungssysteme entwickeln, wenn dann hinten reingegrätscht wird. Ich finde es schade, wir drehen uns im Kreis.“ Der CDU-Antrag wurde mit neun Ja-Stimmen bei vier Gegenstimmen der Grünen auf den Weg gebracht.

Oliver Gehrig