
FINTHEN – Zum 34. Offiziersempfang der Finther Reservisten 1969 hatte Bergmarschall Werner Simon – seit 33 Jahren in Amt und Würden – ins Lokal „Zum Babbelnit“ eingeladen. Der Andrang war gewaltig, und für den Bergmarschall war es ein ganz besonderer Abend: Er feierte seinen 78. Geburtstag, was mit zahlreichen Ständchen gewürdigt wurde.

„Willkommen, liebe Leute aus ganz Deutschland und auch aus Gunsenum“, sagte Werner Simon zur Begrüßung und machte auf eine Besonderheit der Finther Kampagne aufmerksam: Erstmals hat Finthen eine Zugprinzessin (wir berichteten). Dann war es soweit: Zu den Klängen des Radetzky-Marsches zog Zugprinzessin Luisa I. mit ihrem Hofstaat ein und stellte diesen vor: „Gemeinsam sind wir, ihr denkt es euch schon/ die erste Finther Fastnachtskorporation!“ Das Auditorium antwortete mit viel Applaus und „Jubel“-Rufen, und der Bergmarschall lobte: „Luisa ist ein echtes Finther Mädche!“ Anschließend verteilte die Zugprinzessin Zug-Pins für den Zug der Finther Lebensfreude, die auch käuflich zu erwerben sind.

„Zum Geburtstag viel Glück“ schmetterten anschließend die „Reservos“. Unter Begleitung von Akkordeon und Gitarre folgten „Ja, jetzt gehn mer zu de Babbelnit“ und „Bella ciao“ sowie als Zugabe „Clara“.
Als Ehrengast kam daraufhin Innenminister Michael Ebling nach vorne. „Du hast doch gute Beziehungen zu Donald Trump“, sagte Werner Simon zu Ebling. „Frag’ ihn doch mal, ob er auch Gunsenum kaufen kann!“ Uiuiuiuiuiuiui. Auf „Michael Franz Ebling, bekannt als Schoppe-Michel“, war ein Finther Reisepass ausgestellt, der dem Innenminister überreicht wurde. Ebling bedauerte, dass sein Weinpräsent an die Reservisten von den Schokos an der Grenze abgenommen worden sei. Schade.

Nachdem Werner Simon von seinen Reservisten eine Torte zum Geburtstag erhalten hatte, meldete sich der oberste Schoko zu Wort: der Gonsenheimer Ortsvorsteher Josef Aron. „Danke, dass ich mich selbst einladen durfte“, sagte Aron. Der „Finther Feldkaplan“, Pfarrer Thorsten Geiß, bemerkte in seiner Rede: „Der Geist Gottes ist eine gute Kost, prost!“
Abschließend übernahm der Finther Ortsvorsteher Manfred Mahle einige Ehrungen: Den Orden des Ortsvorstehers erhielt Bernfried „Bulli“ Nikolaus, den Stadtorden bekam Pfarrer Thorsten Geiß.
Oliver Gehrig
























