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Quartiermanagerin setzt auf starke Vernetzung Soziale Stadt >>>Christina Breisch sieht das Quartiermanagement als Schnittstelle zwischen Anwohnern, Politik und Verwaltung

Christina Breisch ist Quartiermanagerin in der Neustadt. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

NEUSTADT – In der Neustadt läuft vieles über gewachsene Netzwerke und genau dort setzt Christina Breisch an. Die 31-Jährige arbeitet im Quartiermanagement gemeinsam mit Anna Spiegler für die Neustadt und beschreibt den Stadtteil als „sehr dynamisch“. Zugleich profitiere sie von Strukturen, die seit Jahren tragen: Die Neustadt ist „schon seit 2001“ im Programm, „dementsprechend ist die Vernetzung schon sehr, sehr gut und eng“.

Breisch hat Soziale Arbeit in Koblenz studiert. Beruflich war sie in der Kinder- und Jugendhilfe im Kreis Mayen-Koblenz tätig, später in der Kita-Sozialarbeit. Vor zweieinhalb Jahren zog sie nach Wiesbaden, arbeitete dort zunächst beim Allgemeinen Sozialen Dienst sowie in der Jugendhilfe im Strafverfahren bevor sie ins Quartiermanagement der Mainzer Neustadt wechselte.

Ihre Rolle versteht Breisch vor allem als Brückenbauerin: „Wir sind eine Schnittstelle zwischen Anwohnern, Politik und Verwaltung und sind dabei so etwas wieein Sprachrohr.“ Mal kommen die Anliegen aus dem Stadtteil, mal aus der Verwaltung. Entscheidend sei dabei die enge Vernetzung mit Ämtern und lokalen Akteuren.

Die Dimensionen sind groß: Breisch spricht von „inzwischen rund 31.000“ Einwohnern. Dennoch erlebe sie, dass auch in einem großen Stadtteil vertraute Strukturen entstehen: „„Es gibt viele engagierte Menschen, die man kennt, die man immer wieder sieht.“ Gleichzeitig bleibe der Stadtteil in Bewegung– neue Menschen, neue Ideen, neue Projekte.

Konkrete Beispiele prägen die Neustadt: Zuletzt stand das Neujahrsfrühstück für die ehrenamtlich Aktiven an, „um die 90 Personen“ seien gekommen.. Parallel laufen Planungen für das Kunstprojekt „NeustART“ sowie die Ausschreibung des Verfügungsfonds. Die Anträge müssen geprüft, vorbereitet und ins Bürgergremium gegeben werden. Daneben bleibt das „Alltagsgeschäft“ mit Anrufen, E-Mails und Raumkoordination.

„Perspektivisch könnten im Stadtteilbüro in der Neustadt noch mehr Angebote für Kinder und Jugendliche entstehen“, sagt Quartiersmanagerin Christina Breisch. Gerade dank der bestehenden Netzwerke könne man junge Menschen noch stärker einbinden und ihnen niedrigschwellige Angebote direkt im Quartier machen. Dabei arbeitet die Neustadt nicht isoliert: Gemeinsam mit Mombach und Lerchenberg gibt es Kooperationen im Quartiermanagement-Team, etwa beim Verfügungsfonds und bei stadtweiten Formaten.