HECHTSHEIM – Der Mainzer Straßenbahnausbau war nun erneut Thema im Hechtsheimer Ortsbeirat. MVG-Projektleiter Christian Jakobs informierte die Fraktionen über das Teilprojekt 3, das die Anbindung des Heiligkreuzviertels sowie die Erschließung von Weisenau, der Oberstadt und von Hechtsheim-Ost beinhaltet. Es sei kurz vor der Findung der Vorzugsvariante, die am 12. Mai als Druckexemplar des Interessenbeirats an OB Nino Haase (parteilos) übergeben werden soll. Der Stadtrat berät dann am 9. Juni über die Vorzugsvariante.
21 Kilometer Straßenraum
„Wir sind nach wie vor in der Vorplanung, dann folgen die Entwurfs- und die Genehmigungsplanung“, informierte Jakobs zu Beginn. „Wir haben noch keinen genauen Plan, wie das Liniennetz aussieht und wo die Haltestellen hinkommen.“ 21 Kilometer Straßenraum seien angeschaut worden. „Es ist nicht möglich, alle Belange schon zu untersuchen.“ Jakobs stellte noch mal das Konzept der Bürgerbeteiligung inklusive der elf Sitzungen des Interessenbeirats vor.
Zielgebiete für den Straßenbahnausbau mit aktuell hoher Nachfrage seien der Alte Friedhof in Weisenau, die Laubenheimer Straße, der Großberg, die Frankenhöhe und der Volkspark. Jakobs: „Das wären Bereiche, wo es schön wäre, wenn wir mit der Straßenbahn hinkommen, um Busleistungen zu reduzieren.“
Beschlussvorlage wird Ende Juni eingebracht
Aus dem Rennen wegen fehlender Umsetzbarkeit seien die Bereiche Traminerstraße und Müller-Thurgau-Straße sowie He 120. Weiter in der Diskussion seien dagegen die Alte Mainzer Straße, Zur Laubenheimer Höhe, Hinterm Rech/An den Frankengräbern, Bodenheimer Straße, Am Hübchen, Auf dem Hewwel und Am Kühborn. „Wir wollen alle mitnehmen in die Planung, um eine größtmögliche Akzeptanz für den Straßenbahnausbau zu erzielen“, betonte Jakobs. Stadtverwaltung und MVG erarbeiteten eine Beschlussvorlage, die dann Ende Juni in den Mainzer Stadtrat eingebracht werde.
Der Ortsbeirat hatte eine Reihe von Anmerkungen. „Die Straßenbahn über den Hewwel direkt am alten Seniorenheim kann ich mir nicht vorstellen“, meinte Ortsvorsteherin Ulrike Cohnen (CDU). „Das stelle ich mir sehr schwierig vor.“ Markus Steffen (CDU) sagte: „Ich bin erfreut, dass die Traminerstraße wegfällt.“ Auch er sprach von einer „spannenden Erschließung über den Hewwel“. Gerhard Wenderoth (Freie Wähler) ergänzte: „Es ist eine riesige Interessenabwägung.“ Klaus Euteneuer (SPD) fragte, ob Hechtsheim bei der Anbindung in Konkurrenz zu Weisenau stehe. „Nein, wir haben keine Konkurrenz“, versicherte Jakobs.
Oliver Gehrig


























