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150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hechtsheim Jubiläumsfeier >>>Rettungsübung und Fettexplosion waren Highlights beim Jubiläumsfest

Bei der Rettungsübung mussten Personen geborgen werden. Foto: kga

HECHTSHEIM – 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hechtsheim: Dieses Jubiläum war  Grund genug, um mit allen Bürgern des Stadtteils ausgiebig zu feiern. Nachdem bereits eine Fastnachtssitzung und eine akademische Feier hinter der Wehr liegen, stand am zweiten Juniwochenende mit einem dreitägigen Fest auf dem Festplatz An der Brausch der Höhepunkt der Feierlichkeiten an. Schauübungen, ein buntes Angebot für die kleinen Gäste, Musik auf der Bühne, eine kleine Dampfeisenbahn, die ihre Runden drehte, sowie natürlich ein großes Angebot an Speisen, Kuchen und Getränken luden die Gäste bis spät in die Abende zum Verweilen ein. Am Sonntag jubelten die Hechtsheimer der Freiwilligen Feuerwehr und zahlreichen teilnehmenden Vereinen beim großen Festumzug durch den Stadtteil zu.

Die Fettexplosion war eines der Highlights des Festes. Foto: kga

Bereits am Freitag ging es mit einem kleinen von den Hechtsheimer Dragonern begleiteten Umzug vom Feuerwehrgerätehaus in der Talstraße zum Festplatz los, berichtete Wehrführer Sebastian Nolte. Auch Dank des im Jubiläumsjahr verkauften „Löschweins 112“ und der Unterstützung durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr sowie zahlreicher Sponsoren konnten „Couch & Cocktail“, „Just Dexter“ und Oliver Mager mit seinem Programm „Die Blaulichtrasselbande“ für das musikalische Bühnenprogramm gewonnen werden.  Am Samstag war auch Innenminister Michael Ebling vorbeigekommen und ließ sich unter anderem das neue Löschfahrzeug LF20KatS zeigen, das künftig auch für den Katastrophenschutz zum Einsatz kommt. Auf Lounchsesseln im Schatten der großen Bäume oder an Biertischgarnituren unter großen Schirmen saßen die Gäste zusammen. Die Kinder tummelten sich auf den Hüpfburgen, fuhren mit der Dampfbahn oder ließen sich Glitzertattoos auf die Arme und ins Gesicht malen.

Der Parkplatz am Ende der Grauelstraße war für die Schauübungen abgesperrt. Mit dem Ebersheimer Drehleiterfahrzeug wurde eine Person über einen Balkon aus einem vermeintlich brennenden Appartement gerettet, ein bei einem Verkehrsunfall eingeklemmter Mann musste mit Rettungsscheren aus seinem Auto geschnitten werden. Niko Meurer, Moderator der Übungen und Mitglied der aktiven Einsatzmannschaft, und Wehrführer Nolte erklärten, die Menschen sollen hautnah miterleben, worum es bei der Feuerwehrarbeit geht, wie sie mit verschiedenen Einsatztruppen der Polizei, der Rettungssanitäter oder auch der Hundestaffel der Malteser Hechtsheim Hand in Hand zusammenarbeiten.

Auch die Drehleiter kam zum Einsatz. Foto: kga

Beeindruckend war die inszenierte Fettexplosion. Der Siedepunkt von Wasser ist viel niedriger als der von Fett, weshalb es fatal ist, brennendes Fett mit Wasser löschen zu wollen. Das Wasser verdampft in einer Stichflamme, die in der Küche schnell zum Brand führen kann. Bei der Schauübung entstand aus gerade mal 300 Millilitern Wasser ein riesiger Feuerball. „Am sichersten ist der Deckel auf den Topf, um das Feuer zu ersticken und die Hitzequelle abzuschalten“, fasste Meurer für die Zuschauer zusammen.

Bei einer Löschübung mit der Saug- und Druckspritze von 1883 war das Publikum gefordert, das in einer langen Eimerkette das Wasser zum historischen Fahrzeug schaffen musste, damit von dort das Feuer gelöscht werden konnte. Mit einem Frühschoppen mit der Draiser Feuerwehrkapelle, dem Festumzug, einem anschließenden Platzkonzert mit den teilnehmenden Musikzügen, dem Kinderprogramm und einer Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge klang das Jubiläumsfest am Sonntag aus.

 

kga