Start Hessen Politik und Popcorn: Zahlreiche Jugendliche beteiligten sich am Jugendforum

Politik und Popcorn: Zahlreiche Jugendliche beteiligten sich am Jugendforum

Das diesjährige Jugendforum im Rollwerk - Foto: Stadt Rüsselsheim am Main

RÜSSELSHEIM – Zahlreiche Jugendliche brachten sich im Rahmen des Jugendforums mit verschiedenen Projektideen und Impulsen ein. Das Projekt des Kinder- und Jugendbüros wurde neu konzipiert und speziell auf Jugendliche zugeschnitten. Neu in diesem Jahr waren kulturelle Beiträge mit dem Ziel, die Veranstaltung attraktiver für junge Menschen zu gestalten sowie der lebensweltnahe Ausrichtungsort, für den sich in der Vergangenheit auch junge Menschen im Forum eingesetzt hatten.

Bei seiner Begrüßung erklärte Oberbürgermeister Patrick Burghardt: „Ein zentrales Ziel des Forums ist es, Jugendliche dort abzuholen, wo sie sich alltäglich bewegen. Entscheidungen, die ihr jungen Menschen jetzt trefft, sind entscheidend für die Zukunft unserer Stadt, und wir wollen, dass ihr diese Stadt mitgestaltet. Dabei möchte ich das Thema Stadtentwicklung noch einmal hervorheben, das auch den anwesenden Stadtrat Simon Valerius beschäftigt. Heute ist ein besonderer Tag, und mit dem Rollwerk sind wir heute an einem besonderen Ort. Wir arbeiten sehr intensiv daran, diesen Ort zu erhalten. Das wollen wir gemeinsam mit euch tun, weil ihr die Zukunft seid.“

Den ersten musikalischen Beitrag lieferte die junge Sängerin Muska. Anschließend sprach sich der Rüsselsheimer Stadtschülerrat für die Themen internationale Solidarität, für die Entstehung einer Spielstraße sowie kulturellen Austausch aus. Die Linksjugend äußerte ihren Wunsch nach einem unabhängigen Jugendparlament.

Ein Team der Sophie-Opel-Schule machte mit einer Präsentation auf das Thema Schulgrenzen aufmerksam. Besucherinnen und Besucher des Jugendtreffs in der Böllenseesiedlung des Vereins Auszeit e.V. thematisierten Beleuchtung, fehlende Aufzüge und Zäune am Bahnhof Opelwerk sowie den Wunsch nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Schülerinnen und Schüler der Max-Planck-Schule wünschten eine bessere digitale Ausstattung, zusätzliche Wasserspender und modernisierte Heizungen. Auch am Dirtpark wurden weitere Sicherheitsmaßnahmen angeregt, darunter ein Airbag, eine Stromversorgung für Licht und zum Aufbauen des Airbags sowie ein Wasseranschluss für das Gelände. Besucherinnen und Besucher des Jugendtreffs just setzten sich zudem für einen kostenlosen ÖPNV für alle Schülerinnen und Schüler ein. Abschließend präsentierte die Streetdance-Gruppe Ignite des Vereins M.A.D.L.O.V.E. e.V. eine Tanzaufführung.

Neu in diesem Jahr war, dass Jugendliche an insgesamt fünf Thementischen zu den Themen Sport und Spiel, Mobilität und Klima, Kultur, Jugendarbeit sowie Lebenswelt und Schule direkt mit Mitarbeitenden aus der Stadtverwaltung ins Gespräch kamen. Ein eigenes Kinderforum ist derzeit für Ende des Jahres in Planung. Der Termin wird noch bekannt gegeben

„Das Rollwerk, der Dirtpark im Ostpark, die Mädchen Poolpartys oder auch der Jugendtreff just in der Innenstadt. Das sind alles Beispiele für Ideen, die aus dem Jugendforum kamen und bereits umgesetzt wurden. Auch ein Projekt zu Menstruationsartikelspendern an Rüsselsheimer Schulen wurde bereits realisiert. Ich freue mich zu sehen, wie Rüsselsheim sich entwickelt und dass ihr eure Ideen aktiv einbringt“, erklärte der Rathauschef abschließend.

Die im Jugendforum eingebrachten Vorschläge wurden von der Jugendförderung dokumentiert und werden nun im Magistrat und in der Stadtverwaltung auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft. Spätestens im nächsten Jugendforum wird die Stadtverwaltung berichten, welche der diesjährigen Projektideen bzw. ob und wie sie umgesetzt werden können.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main