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Die Freiherrn und Freifrauen sind fit für die Kampagne Fastnacht >>>Ordensfest im Sitzungsformat im Atrium-Hotel

Die Ordensverleihung mit Vorstandssprecher Elmar Frey, Laura Popp, Ortsvorsteher Manfred Mahle und Benedict Pretnar (v.l.). Foto: Oliver Gehrig

FINTHEN – „Kappe schief, Weinglas leer / die Freiherrn wollen noch viel mehr!“: Das diesjährige Motto der Finther Freiherrn und Freifrauen ziert den aktuellen Orden des Finther Fastnachtsvereins. Vorstandssprecher Elmar Frey begrüßte jetzt rund 130 närrische Gäste beim Ordensfest im Atrium-Hotel, das mit zahlreichen kurzweiligen Programmpunkten im Sitzungsformat abgehalten wurde.

Zugprinzessin Luisa I. und ihr Hofstaat stellten sich vor. Foto: Oliver Gehrig

Zunächst lud die Fastnachtskapelle dieses vierfarbbunten Nachmittags, die St. Joh’s Band aus St. Johann, mit „Am Rosenmontag bin ich geboren“ zum Mitschunkeln ein. „Wir freuen uns sehr, dass trotz der kurzen Kampagne so viele Gäste den Weg in unser Bergdorf gefunden haben“, lobte Elmar Frey. Besonders begrüßte er Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD), seinen Vorgänger Herbert Schäfer (CDU) und den Finther Bergmarschall Werner Simon von den Finther Reservisten. Frey sprach sich gegen eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Fastnacht“ aus. So müssten Vereine, die nicht Mitglied der Fastnachts eG sind, an Rosenmontag inzwischen 1900 Euro pro Fastnachtswagen bezahlen. „Diese Kostensteigerung ist nicht nachvollziehbar“, sagte Frey unter Beifall. Zudem machte er auf ein besonderes Jubiläum, nämlich den 70. VR-Bank Mainz Zug der Finther Lebensfreude aufmerksam.

Der Saal des Atrium-Hotels war gut gefüllt. Foto: Oliver Gehrig

Als besondere Aushängeschilder erschienen die neue Zugprinzessin Luisa I. und ihr Hofstaat. „Ich grüß’ euch, ihr Leit, Luisa I./ vor stolz könnt’ ich bersten“, verkündete die Elfjährige und stellte ihren Hofstaat vor. „Ich bin froh, dass sie dabei sind, all/ damit ich ja nicht vom Wagen fall’!“ Für diesen gelungenen Beitrag der Nachwuchsfastnachter gab es viel Applaus.

Die Meenzer Zibbelkappe präsentierten ihre Gassenhauer. Foto: Oliver Gehrig

„Heute wird gesungen, gespielt und gelacht, / es lebe die Finther Fassenacht“, verkündete Ortsvorsteher Manfred Mahle und zeichnete zwei verdiente Aktive aus: Den Ortsvorsteher-Orden erhielt Laura Popp, den Stadtorden Benedict Pretnar.

Mit dem „Narrenschiff auf hoher See“ machten anschließend die Meenzer Zibbelkappe ordentlich Stimmung. Als Zugabe durfte natürlich der Ohrwurm „Ich ess’ so gern Tomate’mark“ nicht fehlen. „Ohne einen Gonsenheimer Schoko geht es nicht“, verkündete Rudi Hube vom GCV und übermittelte die Grüße des Nachbardorfes. Auch Bergmarschall Werner Simon sprach ein Grußwort.

Im Anschluss ehrte Vorstandssprecher Elmar Frey treue Jubilare der Freiherrn und Freifrauen. Vier Mitglieder wurden für elf Jahre Mitgliedschaft, sieben für 22 Jahre und weitere sechs Mitglieder für 33 Jahre Mitgliedschaft mit je einem Orden und je einem Weinpräsent ausgezeichnet. Als jüngstes Mitglied erhielt das Baby Aurelie Weinsheimer einen Extra-Orden.

Die St. Joh’s Band sorgte für musikalische Stimmung. Foto: Oliver Gehrig

Rockig wurde es im Anschluss mit den Sirona Boys, die ein NDW-Medley und ein Fastnachts-Medley präsentierten. Als Zugabe erklang „Im Schatten des Doms“. Ein weiteres Grußwort sprach Thomas Gill, Bezirksvorsitzender der IG Mittelrheinischer Karneval: „Das Brauchtum zu pflegen macht mir viel Freude“, verkündete er voller Stolz.

Das Duo „Günter und Gisela“ besang abschließend die Heimat mit „Servus, grüezi und hallo“. Mit der heißen Schlacht am kalten Buffet endete das gelungene Ordensfest.

 

Oliver Gehrig