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Leuchtende Beispiele für Energieeffizienz, Klima- und Insektenschutz FÖRDERUNG Verbandsgemeinde Rhein-Selz bekommt rund 95.000 Euro vom rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerium

Klimaschutzministerin Katrin Eder freut sich mit Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen aus der Verbandsgemeinde über den Förderbescheid. Foto: VG Rhein-Selz

VG RHEIN-SELZ Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung hier in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz auf effiziente LED-Technik als Schlüsseltechnologie für kommunalen Klimaschutz ist ein Paradebeispiel dafür, wie die dringend notwendige Energiewende auf lokaler Ebene mit passgenauen Lösungen umgesetzt wird“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder heute in Oppenheim. Dort überreichte sie an Verbandsbürgermeister Martin Groth einen Förderbescheid über 94.616 Euro.

Mit den Mitteln werden im Rahmen der Sanierung der Straßenbeleuchtung in den Städten Oppenheim und Nierstein sowie in den Ortsgemeinden Dienheim und Guntersblum insgesamt 838 neue LED-Lichtpunkte installiert. Ziel der Maßnahme ist es, dadurch die Energieeffizienz um rund 75 Prozent zu verbessern und so einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Durch die Umrüstung in den vier Kommunen wird mit einer jährlichen Stromeinsparung von rund 190.000 Kilowattstunden und einer Treibhausgasreduzierung von zirka 1.680 Tonnen CO2 nach 20 Jahren gerechnet.

Eder unterstrich außerdem die besondere Bedeutung der quecksilberfreien und damit langlebigen LED-Leuchten für die heimische Artenvielfalt. „Die zunehmende Beleuchtung unserer Landschaft beeinträchtigt vor allem nachtaktive Insekten, Fledermäuse und Vögel. Teilweise gehen deswegen Arten zurück oder können in lichtverschmutzten Regionen nicht mehr nachgewiesen werden. LED-Leuchten ziehen deutlich weniger Insekten an und leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. LED-Leuchten vermeiden ebenso unerwünschtes Streulicht und tragen so zur Reduzierung von Lichtemissionen bei“, so die Ministerin.

Schon im Februar hatte das Klimaschutzministerium die Verbandsgemeinde Rhein-Selz für die LED-Umrüstung von 557 Lichtpunkten in den Ortsgemeinden Dalheim, Dolgesheim, Eimsheim, Hillesheim, Uelversheim und Weinholsheim mit knapp 62.000 Euro unterstützt.

In diesem Zusammenhang wies die Ministerin darauf hin, dass das Ministerium über die Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur“ Kommunale Wärmeprojekte / Wärmenetze mit bis zu 20 Prozent und kommunale Modellprojekte zur Sektorenkopplung mit bis zu 30 Prozent fördere. Dazu gebe es den EFRE-Fördercall „Kommunale Gebäudeenergieeffizienzmaßnahmen“ mit Bewerbungsfrist 9. Juni 2023, über den kommunale Schulen, Kitas oder (Sport-)Hallen voraussichtlich eine Förderung von bis zu 90 Prozent für eine umfassende energetische Sanierung der Gebäudeaußenhülle erfahren könnten.

 

Autor: red

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