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Auch Gonsenheim will Babbelbänke haben Grünen-Antrag im Ortsbeirat einstimmig auf den Weg gebracht

Babbelbänke wie hier in Bretzenheim sollen auch in Gonsenheim errichtet werden. Archivfoto: Oliver Gehrig 

GONSENHEIM – Die Gemeinde Bretzenheim ist in einigen Dingen Vorreiter in Mainz. Hier wurde der erste Trinkwasserbrunnen in den Vororten installiert, hier gibt es „Babbelbänke“, die die Geselligkeit fördern. Nun will auch die Gemeinde Gonsenheim solche Babbelbänke haben. Ein Antrag der Gonsenheimer Grünen an die Verwaltung, solche Babbelbänke im Stadtteil zu errichten, wurde vom Ortsbeirat einstimmig auf den Weg gebracht.

„Hintergrund ist das Thema Einsamkeit, das auch Mainz betrifft“, erläuterte Jochen Wecker (Grüne) den Grundgedanken. „Wir wollen ein niedrigschwelliges Angebot für Gonsenheimerinnen und Gonsenheimer schaffen. Es ist mit niedrigem Aufwand umsetzbar. Die Bänke bieten die Möglichkeit, Platz zu nehmen und den Kontakt und das Gespräch zu suchen.“

Babbelbänke könnten helfen, Barrieren abzubauen, heißt es in der Begründung. Als vier Standorte werden der Willy-Brandt-Platz, der Josef-Ludwig-Platz, die Pfarrer-Grimm-Anlage und der Bereich an der 14-Nothelfer-Kapelle im Lennebergwald vorgeschlagen. Durch eine Kennzeichnung per Schild oder Aufschrift werde sichtbar, dass Menschen, die dort Platz nehmen, sich freuen, wenn man sie anspricht. In Bretzenheim und Weisenau sei das Konzept mit Erfolg umgesetzt worden. Falls der Stadtrat keine finanziellen Mittel zur Verfügung stelle, könnten auch Stadtteilmittel verwendet werden.

Die anderen Fraktionen signalisierten Zustimmung. „Die Babbelbänke werden in Bretzenheim gut angenommen“, betonte Torsten Rohe (CDU). „Die vier Vorschläge sind gut. Das können Standorte sein.“ Die Pflege müsse jedoch gewährleistet sein. Gegebenenfalls sollten auch Mülleimer zur Verfügung gestellt werden. Allerdings sollte das Ganze nicht über Stadtteilmittel finanziert werden, so Rohe. „Das ist ein guter Antrag“, bekräftigte Markus Alp (SPD). „Die Verwendung von Stadtteilmitteln sehen wir aber ebenfalls kritisch.“

Ortsvorsteher Josef Aron (Grüne) stellte heraus, dass auch bestehende Bänke umgewidmet werden können. „Es müssen nicht nur neue Bänke verwendet werden. Es ist relativ einfach umzusetzen.“ Der Grünen-Antrag wurde ohne den Absatz mit den Stadtteilmitteln einstimmig angenommen.

Oliver Gehrig