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Laubenheim will raus aus dem Matsch Seenlandschaft >>>Parkplatz hinter dem Wilhelm-Spies-Haus soll endlich saniert werden

Die Seenlandschaft hinter dem Wilhelm-Spies-Haus ist seit vielen Jahren Dauerthema im Laubenheimer Ortsbeirat. Geändert am Zustand hat sich immer noch nichts. Foto: Oliver Gehrig

LAUBENHEIM – Regelmäßig verwandelt sich die marode Parkfläche hinter dem Wilhelm-Spies-Haus bei Regenfällen in eine große Seenlandschaft. Auf diesen untragbaren Zustand hat der Laubenheimer Ortsbeirat die Verwaltung bereits mehrfach hingewiesen (wir berichteten) – geschehen ist allerdings nichts. CDU, SPD und FDP verabschiedeten in der jüngsten Sitzung nun einen gemeinsamen Antrag an die Verwaltung, eine Bauunterhaltungsmaßnahme auf dem rückwärtigen Parkplatz als Sofortmaßnahme durchzuführen.

Seit nahezu 20 Jahren werde darüber geredet, im Zuge der geplanten „Neuen Laubenheimer Mitte“ den Bereich rund um das Wilhelm-Spies-Haus und die Ortsverwaltung neu zu gestalten, heißt es in der Begründung des Antrages. „Passiert ist aber bis heute rein gar nichts.“ Bereits beim Ein- oder Aussteigen aus dem Fahrzeug gebe es nasse Füße. Ein gefahrloses Befahren sei wegen der großen Schlaglöcher nicht möglich. Die Wand des benachbarten Grundstücks sei durchnässt. Es sei absehbar, dass sich zu Beginn der Frostperiode eine für Fußgänger und Fahrzeuge gefährliche Eisschicht bildet. Insbesondere bei Dunkelheit stelle sich die Frage nach der Verkehrssicherungspflicht auf diesem städtischen Gelände. „Die Laubenheimer Bevölkerung bringt für die Verhaltensweise der Verwaltung wenig Verständnis auf und spricht schon von der Laubenheimer Seenplatte“, heißt es weiter in der Begründung des Antrages. „In Zeiten der zunehmenden Politikverdrossenheit sollten durch zügiges Handeln Zeichen gesetzt werden, dass den berechtigten Belangen der Bürger nachgegangen wird.“

„Wir haben bald die Frostperiode“, betonte Sabrina Grimm (CDU). „Wir haben hier Verkehrssicherungspflicht.“ Es handele sich um eine Unterhaltungsmaßnahme. „Die Stadt kann unmittelbar den Auftrag an eine Firma erteilen.“ Die Christdemokratin erinnerte an den ersten Antrag des Ortsbeirates zu diesem Thema von 2019, an den Eilantrag von 2023 sowie an die Zusage von OB Nino Haase bei seinem Ortsbeiratsbesuch in diesem Sommer, das zur Chefsache zu machen. Es bestehe akute Gefahr. „Für solche Maßnahmen muss Geld da sein“, forderte Grimm. „Die Stadt kommt ihren Aufgaben nicht nach.“ Dr. Christian Hecht (FDP) bekräftigte: „Laubenheim ist wieder ganz hinten.“ Einen zu hohen Verwaltungsaufwand sieht dagegen Marco Häffner (Grüne). Der Antrag wurde bei zwei Enthaltungen einstimmig verabschiedet.

 

Oliver Gehrig