GONSENHEIM – An drei aufeinanderfolgenden Tagen im Jahr besucht ein Moderator des ADAC die Kanonikus-Kir-Realschule (KKR), um den SchülerInnen der fünften Klassenstufe kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu verdeutlichen.
Mittlerweile werden auch die DAZ-Kinder (Deutsch als Zweitsprache, wobei es sich hauptsächlich um Flüchtlingskinder handelt) aller Klassenstufen miteinbezogen.
Miriam Wallerius ist eine der beiden Lehrerinnen, die DAZ-Kinder unterrichtet und ist begeistert, wie viel Interesse besonders diese Kids zeigen.
Roland Kuntz vom ADAC gehört zum Team Mittelrhein und besucht Schulen in ganz Rheinland-Pfalz. „Die Nachfrage der fünften und sechsten Klassen ist so hoch, dass der Bedarf kaum gedeckt werden kann. Der Antrag wird während des Projekts meist schon für das Folgejahr gestellt“, so der erfahrene ADAC-Pädagoge.
Die 19 Kinder der Klasse 5b von Klassenleiterin Sarah Linnebach waren voller Eifer bei der Sache. Spielerisch experimentierte Kuntz mit ihnen die Berechnung von Bremsweg und Anhalteweg. Bei einem Brainstorming, was Brems- und Anhalteweg betrifft, sprudelten die Gedanken der Kids fließend. Marlon wusste, dass der Bremsweg von der Geschwindigkeit abhängt, sein Schulkamerad Mert ergänzte sofort den Einfluss von Steigung und Gefälle. Die Bedeutung der Straßenbeschaffenheit fügte Sascha hinzu.
Der Moderator machte weiterhin auf die Reaktionsbeeinträchtigung durch Müdigkeit, Alkohol, Drogen und Medikamente sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen aufmerksam.
Auch die Gefahr durch Smartphone und Kopfhörer im Straßenverkehr wurde erörtert.
Als Mitfahrer im ADAC-Auto lernten sie bei einer Vollbremsung die lebensrettende Bedeutung der ordnungsgemäßen Sicherung im Fahrzeug kennen.
Am Ende bekamen die Klassenlehrer Übungszettel und Tests ausgehändigt, um eine Nachbereitung und Vertiefung im Unterricht zu ermöglichen.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Michelin finanziert und ist für die Schulen kostenlos. – Sicherlich eine sinnvolle Aktion, die Leben retten kann.